Zahlreiche Verletzte
Zugunglück in Italien

In Italien sind am Dienstag zwei Regionalzüge an einem Bahnhof südlich von Rom kollidiert. Beim Zusammenprall wurden mindestens 59 Menschen verletzt.

HB ROM. Zwölf Passagiere wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa mit lebensgefährlichen Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Nach zwei Vermissten suchten die Rettungsmannschaften am Abend noch in den Trümmern im Bahnhof Roccasecca bei Frosinone. Dort war ein fahrender Zug auf einen stehenden Regionalzug geprallt. Die Ursache des Unglücks war auch Stunden später noch unklar.

Die Züge wurden bei dem Zusammenprall fast vollständig zerstört. Waggons verkeilten sich ineinander, ein Waggon stürzte um. „Diesen Knall werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, sagte ein blutender Passagier. Die meisten Insassen seien Studenten gewesen, die zu ihren Eltern nach Süditalien unterwegs waren, berichteten Medien. Ein 13- jähriges Mädchen wurde schwer verletzt in eine Klinik nach Rom gebracht. „Ich bin nur durch ein Wunder noch am Leben“, sagte eine Passagierin. Auch eine fünfköpfige Familie aus Großbritannien wurde verletzt.

Beide Züge waren vom Hauptbahnhof in Rom aus gestartet. Wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, soll nach dem Willen von Verkehrsminister Pietro Lunardi eine Sonderkommission klären. Wahrscheinlich habe ein Lokführer ein Rotlicht übersehen, berichteten Augenzeugen. Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen waren zur Unfallstelle geeilt. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Die Rettungseinheiten transportierten die Verletzten auch mit Hubschraubern in die Kliniken.

Im Januar waren bei einem Zugunglück in Norditalien 17 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück hatte eine Debatte über Sicherheitsstandards im Streckennetz ausgelöst. Eisenbahner warfen dem Netzbetreiber vor, zu wenig in Nebenstrecken zu investieren.

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