ZDF
Elke Heidenreich: Kesse Lippe mit Folgen

Elke Heidenreich ist mit ihrer Kritik am ZDF dann wohl doch zu weit gegangen: Intendant Markus Schächter will die Zusammenarbeit mit der Moderatorin beenden. Freunde hat die Moderatorin in der Fernsehbranche inzwischen offenbar nicht mehr viele.

FRANKFURT. ZDF-Intendant Markus Schächter hat eigentlich ein dickes Fell. Der Chef auf dem Mainzer Lerchenberg ist scharfe Kritik an seinem Sender seit Jahren gewohnt. Doch die Literaturexpertin Elke Heidenreich, Moderatorin der ZDF-Büchersendung "Lesen!", ist offenbar zu weit gegangen. Sie schäme sich, beim ZDF zu arbeiten, hatte Heidenreich öffentlich gesagt.

Jetzt legt Schächter der resoluten Moderatorin nahe, doch künftig auf eine Mitarbeit bei dem Sender zu verzichten. In einem Brief an Elke Heidenreich schreibt der Intendant, es gebe in der Senderzentrale "die Auffassung, dass diejenige, die sich für das ZDF schämt, nicht gezwungen werden sollte, für dieses weiter zu arbeiten."

Auch ZDF-Programmchef Thomas Bellut äußerte sich verändert: "Meine Neigung, mit ihr zu sprechen, ist gering. Sie hat keine Einsicht erkennen lassen", sagte Bellut dem Handelsblatt gestern. Das Tischtuch ist damit offenbar zerschnitten.

Schächter und Bellut können sich auf die Unterstützung ihrer 3 500 Mitarbeiter verlassen. "Die meisten Mitarbeiter fühlen sich von der überheblichen Kritik von Frau Heidenreich verletzt", bestätigte gestern ein Insider. "Wenn sie sich so schämt, soll sie doch gehen. Die Grenzen der Beleidigung sind längst überschritten."

Heidenreich hatte bei ihrer Kritik am ZDF auch von sich aus angeboten: "Von mir aus schmeißt mich doch raus."

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