ZDF-Kindersendung
Der andere Peter Lustig

Peter Lustig hat den "Löwenzahn"-Bauwagen verlassen, seine Nachmieter sind bereits eingezogen. Fritz Fuchs und der Hund Keks. Viele kleine Fans tun darüber ihren Unmut im Löwenzahn-Gästebuch kund. Schauspieler Guido Hammersfahr alias Fritz Fuchs ist aber überzeugt, diese Kritiker überzeugen zu können.

HB MAINZ. Gerade hat Hammesfahr die Dreharbeiten für die erste Staffel am Set bei Potsdam beendet: „Es war ganz toll und hat viel Spaß gemacht - aber natürlich war es auch anstrengend.“ Besonders der frühe Drehbeginn hätte ihm zu schaffen gemacht: „Ich brauche immer Zeit, um meine Akkus aufzuladen, also musste ich schon kurz nach fünf Uhr aufstehen.“ Das Privileg auszuschlafen sei einer der Gründe gewesen, ursprünglich zum Theater zu gehen, erzählt Hammesfahr, der seine Karriere an der Theaterwerkstatt Mainz begann.

Dabei kennen die meisten Zuschauer Guido Hammesfahr, der gerade noch in Berlin für „Antigone“ auf der Bühne steht, doch aus dem Fernsehen: Aus Anke Engelkes Comedyreihe „Ladykracher“, aus dem „Tatort“, der „Soko Köln“ oder „Alarm für Cobra 11“. Aber auch in Kindermusicals und Kinderstücken hat der 38-Jährige schon mitgewirkt. Deshalb freut er sich auch auf die „Löwenzahn“-Zuschauer: „Die Sendung ist für Kinder zwischen fünf und elf, aber doch ein Familienprogramm. Und da glaube ich, gut zu sein.“

Für gut befand ihn auch die Redaktion und wählte ihn aus 700 Bewerbern als Nachfolger für Peter Lustig. „Ich betrachte alles mit einem Augenzwinkern und bin neugierig geblieben. Außerdem habe ich ein interessantes Ater: Einerseits bin ich relativ jung und kann andererseits geduldig erklären“, mutmaßt Hammesfahr über seine Wahl. Den „Erkläronkel“ will er aber nicht geben. „Ich vermittle Wissen in einem anderen Tempo und mit einer anderen Struktur als mein Vorgänger. Ich bin Fritz Fuchs, nicht der neue Peter Lustig“, sagt der Hobby-Bastler, der in Zukunft statt mit blauer Latzhose, in roten Zimmermannshosen forschen und entdecken will.

„Fritz Fuchs ist nicht perfekt, sondern hat menschliche Schwächen - so wie ich“, erzählt Hammesfahr über die Figur. Er selbst hätte beim Dreh jeden Tag nach seinem Textbuch gesucht. Ob er es gefunden hat, können die Zuschauer Anfang Oktober zum Sendestart überprüfe. Dann entdeckt Fritz Fuchs im Elchwinkel in Bärstadt einen alten blauen Bauwagen und beschließt, einzuziehen. Ein Dachfenster und ein Wintergarten müssen her und ein Mini-Bauwagen für den Berner Sennenhund „Keks“: „Der Hund und ich haben ein kollegiales Verhältnis. Er merkt, dass auch ich auf Befehl irgendwelche Sachen machen muss“, sagt Hammesfahr.

Die Crew am Set hat Erfahrung und Fuchs und Hund gut im Griff. Schließlich soll bei Löwenzahn nicht alles umgekrempelt und neu werden. Im Gegenteil: Die meisten bekannten Elemente bleiben erhalten. So ist auch der energische Nachbar Paschulke noch mit an Bord. Für die Löwenzahn-Macher ist wichtig, dass die Fans ihre Sendung trotz neuem Gesicht wiedererkennen und sich für sie begeistern. Und das will auch Guido Hammesfahr alias Fritz Fuchs: „Ich halte Löwenzahn für eine wichtige und gute Sendung und die will ich richtig und gut machen.“

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