_

Zeichen gegen Krieg und Rechtsradikalismus: 25.000 Teilnehmer an Berliner Lichterkette

HB BERLIN. Rund 25 000 Menschen haben am Samstagabend mit einer Lichterkette quer durch Berlin gegen Krieg, Rassismus und Rechtsradikalismus protestiert. Obwohl es einige Lücken in der 33 Kilometer langen Strecke entlang der Ost-West-Achse der Hauptstadt gab, zeigte sich der Organisator, Peter Kranz, zufrieden. «Eine Lichterkette ist das friedlichste Gegenbild zum Krieg», sagte er. Trotz nasskalten Wetters sei die Aktion am Vorabend des 60. Jahrestages des Kriegsendes «gelungen».

Anzeige

«Wir haben weltweit ein Zeichen gegeben, dass von Deutschland, von Berlin nie wieder Krieg, Rechtsradikalismus und Rassismus ausgehen darf», so Kranz. «Der Mensch mit der Kerze in der Hand ist das stärkste Bild gegen Bomben, Granaten und Tote.»

Um 22.00 Uhr sollte sich die Kette vor dem Brandenburger Tor symbolisch schließen. Weil sich jedoch die Menschen nicht auf allen Teilabschnitten gleichmäßig verteilten, blieben vereinzelt Lücken. «Ich bin dennoch froh, dass es im Großen und Ganzen geklappt hat. Es ist immer ein schwieriges Unterfangen», sagte Kranz, der schon im März 2003 die Lichterkette gegen den Krieg im Irak organisiert hatte. Damals beteiligten sich rund 110.000 Menschen. Diesmal habe auch das schlechte Wetter eine noch größere Beteiligung verhindert.

Kranz wies darauf hin, dass Lichterketten in Deutschland mittlerweile «eine schöne Tradition» hätten. Auch die Bürgerbewegung der DDR habe mit Lichterketten zum Sturz des damaligen Regimes beigetragen. Zufrieden zeigte er sich mit der breiten Unterstützung für die Aktion. Den Aufruf hatten unter anderem Parteien, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Kirchenkreise und die jüdische Gemeinde unterstützt.

  • Die aktuellen Top-Themen
Wave-Gotik-Treffen: Die „Schwarze Szene“ besetzt Leipzig

Die „Schwarze Szene“ besetzt Leipzig

Auch dieses Jahr ist Leipzig wieder das Zentrum düsterer Gestalten. Zum 21. Wave-Gotik-Treffen erwarten die Veranstalter 200.000 Besucher. Bei dem Festival stehen nicht die Musik, sondern die Kostüme im Mittelpunkt.

„Europas Schande“: Grass dichtet diesmal zu Griechenland

Grass dichtet diesmal zu Griechenland

Nach dem umstrittenen Gedicht zum Verhältnis von Israel und Iran hat Nobelpreisträger Günter Grass sich zu einem aktuellen Thema geäußert. „Europas Schande“ heißt das Werk, in dem er Griechenland Beistand leistet.

Trotz Hypes: Die „Gunter Sachs Collection“ feiert den Triumph

Die „Gunter Sachs Collection“ feiert den Triumph

Die Sammlung des einstigen Lebemanns hat die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Sotheby’s-Auktion war ein Triumph von Hype und Nostalgie über die Regeln des Kunstmarktes. Das Beste behalten die Erben aber für sich.

  • Video

Panorama Truppen in Somalia erobern weitere Stadt

Truppen der Afrikanischen Union und somalische Soldaten haben Kämpfer der radikal-islamischen Al Shabaab-Miliz aus der Stadt Afgoye vertrieben.

  • Business Wetter
  • Erwischt ...
Erwischt...: Erwischt...

Martin Blessing, Commerzbank-Chef

...bei den kleinen und großen Lügen: "Und nicht zuletzt wird aus heutiger Sicht auch die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bereits für das Geschäftsjahr 2012 möglich."