"Zeit ist reif für einen Papst aus Afrika"
Thierse wünscht sich Reform-Papst

HB BERLIN. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat sich für einen Nachfolger von Papst Johannes Paul II. aus Südamerika oder Afrika ausgesprochen. «Die meisten Katholiken leben inzwischen in Südamerika - warum also nicht ein südamerikanischer Papst? Oder mal ein Afrikaner. Die Zeit wäre dafür jedenfalls reif», sagte Thierse der Zeitschrift «Super-Illu».

Thierse war schon zu DDR-Zeiten ein bekennender Christ und ist Mitglied im Zentralkomitee der Katholiken Deutschlands (ZKD). Aus seiner Sicht muss der neue Papst den Dialog zwischen den Weltreligionen fortsetzen. Er müsse aber auch ein «Papst des innerkirchlichen Dialogs» werden.

Für die Zukunft der katholischen Kirche seien zwei Themen, die von «entscheidender Bedeutung» seien: eine Stärkung der Rolle der Frauen und der Stellung der Laien in der katholischen Kirche, ergänzte der SPD-Politiker. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) pflichtete Thierse bei. Der künftige Papst müsse zu Aspekten der Sexualmoral, insbesondere zur Empfängnisverhütung, neue Antworten geben, sagte er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%