Zeitumstellung
Die Sommerzeit kommt

Es ist wieder so weit. Ganz Europa dreht wieder an seinen Uhren. Am Sonntag um 2:00 Uhr werden die Zeiger um eine Stunde vorgestellt. Damit ist die Nacht vom Samstag auf Sonntag die kürzeste Nacht des Jahres. Vor allem am Montagmorgen, wenn die meisten wieder arbeiten müssen, wird sich der Zeitraub im Biorhythmus bemerkbar machen.

HB FRANKFURT/MAIN. Ab Sonntag gilt wieder die Sommerzeit. Dafür werden in der Nacht die Uhren EU-weit um 02.00 Uhr um eine Stunde auf 03.00 Uhr vorgestellt. Die Zeitumstellung findet immer am letzten Sonntag der Monate März und Oktober statt. In diesem Jahr gilt die Sommerzeit bereits zum 27. Mal und dauert bis zum 28. Oktober. Bei manchen Menschen kann gerade in der Umgewöhnungsphase der Biorhythmus durcheinander geraten, so dass einige dann eine Art Mini-Jetlag erleben.

Besonders macht sich das nach Ansicht von Chronobiologen nach der Zeitumstellung am Montagmorgen bemerkbar: Viele Menschen leben nämlich am Wochenende noch eher nach ihrer inneren Uhr. Wenn dann aber der Wecke eine Stunde eher klingelt, ist man nicht unbedingt bereit aufzustehen. Wer kann, sollte in den ersten Tagen einfach eine Stunde länger schlafen.

Weil der Berufsverkehr in die Zeit der Dämmerung fällt, sollten Autofahrer gerade an Waldrändern besonders vorsichtig fahren, um Unfälle mit Wildtieren zu vermeiden, wie der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) warnt.

Rund 120 000 Uhren muss die Bahn AG in der Nacht zum Sonntag vorstellen. Sie ticken in Bahnhöfen, Diensträumen, Automaten, Informations- und Steuerungssystemen. Rund 50 Nachtzüge sind direkt von der Zeitumstellung betroffen. Da bei diesen Zügen ausreichende Zeitpuffer im Fahrplan enthalten sind, werden sie pünktlich ihr Ziel erreichen, obwohl sie eine Stunde weniger Zeit dafür haben. Die Anpassung sämtlicher Uhren dauert etwa eine Stunde.

Die Sommerzeit wurde in Deutschland 1980 ursprünglich zur besseren Ausnutzung der Helligkeit im Sommer und zur Angleichung der Zeitmessung an diejenige benachbarter Staaten eingeführt. In den meisten EU-Mitgliedstaaten wurde sie bereits in den 70er Jahren vor allem infolge der Ölkrise eingeführt. Man versprach sich Energieeinsparungen, die so jedoch nicht eintraten.

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