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Warschauer Kirche hat erste Papst-Reliquie

Der Seligsprechungsprozess von Johannes Paul II. hat zwar erst im Sommer begonnen, doch schon rühmt sich eine Warschauer Kirche, die erste Reliquie nach dem Tod des polnischen Papstes zu besitzen.

HB WARSCHAU. Kardinal Jozef Glemp, der Primas der katholischen Kirche Polens, habe das Tuch, mit dem Ärzte und Priester dem sterbenden Papst am 2. April kurz vor seinem Tod das Gesicht abgewischt hatten, nach Polen gebracht. Das berichtete die „Zycie Warszawy“. Das Tuch sei in einem symbolischen Grab im Heiligtum der Göttlichen Vorsehung in Warschau untergebracht worden.

Krzysztof Minderwicz, der Pfarrer der bisher nur im Rohbau fertig gestellten Kirche, hofft nun, mit dem Tuch Pilger anlocken zu können. Da noch immer Handwerkertrupps in der Kirche arbeiten, kann das symbolische Papstgrab bisher nur in Gruppen nach dem Gottesdienst besichtigt werden, hieß es.

Über Mangel an Interesse kann Minderwicz nicht klagen, denn vielen Gläubigen sei der Weg zum Papst-Grab im Vatikan zu lang, beschwerlich oder teuer. Ist die Kirche erst einmal fertig und Karol Wojtyla selig gesprochen, „wird das Tuch Scharen von Pilgern zu uns ziehen“, glaubt der Pfarrer.

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