Zeugen war ein schwarzer Fiat Punto aufgefallen
Mutmaßliche Kindesmörder gefasst

Die beiden Tatverdächtigen im Fall der ermordeten Geschwister Tom und Sonja aus Eschweiler sind am Donnerstag gefasst und den deutsche Behörden übergeben worden. Ein Sprecher der Polizei in Aachen sagte, die per Haftbefehl gesuchten Männer seien in der Schweiz festgenommen worden.

Reuters DÜSSELDORF/ZÜRICH. Die Auslieferung sei bei Weil am Rhein erfolgt, berichtete die Schweizer Polizei. Die beiden Männer aus Eschweiler bei Aachen waren nach einer kurzen Großfahndung am Donnerstagmorgen in der Nähe von Basel in der Schweiz gefasst worden. Den Angaben zufolge hatten sie sich mit ihrer baldigen Auslieferung einverstanden erklärt. Zur Sache wurden sie nach Angaben des Untersuchungsrichters nicht befragt. Nach ihrer Festnahme auf der Autobahn A 2 in der Schweiz sagten sie laut Polizei, dass sie sich hatten stellen wollen.

Die beiden Männer seien in Richtung Zürich unterwegs gewesen und seien auf der Autobahnraststätte beim Belchentunner in Polizeigewahrsam genommen worden, berichtete die Kantonspolizei Solothurn. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Die Polizei hatte am Mittwoch die Fahndung nach den zwei 28 und 33 Jahre alten Männern aus Eschweiler eingeleitet. Sie seien dringend verdächtig, die beiden Kinder ermordet zu haben, hatte Staatsanwalt Alexander Geimer erklärt. Sie seien auf der Flucht und vermutlich mit einem schwarzen Fiat Punto unterwegs. Die Motive der Männer seien noch unklar, es gebe aber Anhaltspunkte für ein Sexualverbrechen, hieß es.

Die Polizei war bei ihren Ermittlungen in den vergangenen Tagen Hinweisen von Zeugen nachgegangen, denen am Tag des Verschwindens der Geschwister in Stolberg bei Eschweiler ein dunkler Wagen aufgefallen war. In dem Auto soll ein Kind gesessen und gegen die Autoscheiben geschlagen haben. Der Fahrer habe Mühe gehabt, den Wagen auf seiner Fahrbahn zu halten, hieß es.

Der elfjährige Tom und seine neunjährige Schwester Sonja waren Ende März nicht vom Spielen nach Hause zurückgekehrt. Sie hatten sich auf den Weg zu einem ehemaligen Zechengelände gemacht. Tom wurde bereits kurz nach dem Verschwinden tot aufgefunden, nach Sonja suchten mehrere hundert Beamte auf beiden Seiten der nahe gelegenen deutsch-belgischen Grenze eine Woche lang. Ihre Leiche wurde dann von Spaziergängern gefunden.

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