Zig Festnahmen: Randale beim Frankfurter Opernball

Zig Festnahmen
Randale beim Frankfurter Opernball

Der Frankfurter Opernball war wie schon im Vorjahr Ziel von Angriffen linker Randalierer. Die zuerst friedliche Demonstration eskalierte; die Polizei nahm 20 Menschen fest. Von dem Trubel vor der Alten Oper im Herzen der Stadt kriegte die dort versammelte Prominenz nur wenig mit.

HB FRANKFURT. Den Festgenommenen werde Sachbeschädigung vorgeworfen, teilte die Polizei am Samstagabend mit. In der Innenstadt seien zahlreiche Schaufenster-Scheiben eingeworfen, Mülltonnen in Brand gesetzt und Autos beschädigt worden. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst keine Angaben vor. Die Polizei will am Sonntag Bilanz ziehen.

Rund 350 linksgerichtete Demonstranten waren am Samstag vom Bahnhof zur Alten Oper gezogen. Das Motto des Protestzugs lautete „Gegen den Opernball 2006 – Luxus für alle“. Erst nach der Kundgebung kam es den Angaben zufolge zu den Ausschreitungen. Mehrere Demonstranten hätten versucht, die Absperrgitter am Opernplatz zu überklettern. Die Beamten konnten dies verhindern. Es kam zu Auseinandersetzungen, wobei einzelne Demonstranten unter anderem Feuerwerkskörper auf die Beamten warfen oder die Polizisten traten und schlugen. Im Anschluss seien kleine Gruppen in die City gezogen und hätten dort randaliert.

Die Polizei hatte bereits damit gerechnet, dass es am Rande des Operballs wie auch im Vorjahr zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt. Sie setzte mehrere Hundertschaften ein. Außerdem wurde der Opernplatz abgesperrt.

Die rund 2 300 Gäste des 25. Frankfurter Opernballs blieben von den Protesten weitgehend unbehelligt. Prominente aus Show, Politik, Film und Musik feierten in der Alten Oper bis zum frühen Sonntagmorgen. Unter den Ballbesuchern waren etwa Regisseur Dieter Wedel und zahlreiche Schauspieler wie Jutta Speidel, Gudrun Landgrebe und Mark Keller. Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) nahm gegenüber von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) Platz, am selben Tisch saßen auch Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sowie Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU).

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