Zigarettenschmuggel
Uno warnt vor Anstieg der Toten durchs Rauchen

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Staaten aufgefordert, härter gegen den blühenden Tabakschmuggel vorzugehen. Ansonsten werde die Zahl der Toten durch Tabakkonsum drastisch ansteigen.

HB DÜSSELDORF. Bis 2030 würden voraussichtlich jedes Jahr 8,3 Millionen Menschen durch Tabakkonsum sterben, 53 Prozent mehr als heute, sagte Douglas Bettcher, Direktor der Anti-Tabak-Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO), am Montag in Bangkok. Die WHO wirbt bei einer internationalen Gesundheitskonferenz in der thailändischen Hauptstadt für eine neue internationale Konvention, die den Tabakschmuggel unterbinden soll.

Nach Angaben von Luk Joossens von der Antitabak-Allianz FCA ist jede zehnte weltweit verkaufte Zigarette Schmuggelware. Den Regierungen entgingen dadurch 40 Milliarden Dollar (knapp 30 Milliarden Euro) im Jahr an Steuereinnahmen. „Geschmuggelte und gefälschte Zigaretten werden billiger verkauft als legale Zigaretten, was den Konsum beflügelt und damit Raucherkrankheiten fördert und mehr Menschen tötet“, sagte Joossens.

Die WHO hatte 2003 eine Anti-Tabak-Konvention verabschiedet, die bislang von 147 Ländern und der EU ratifiziert worden ist. Unterzeichner verpflichten sich, die Tabak-Werbung einzuschränken, Päckchen mit großen Warnzeichen vor den Risiken zu versehen, überall rauchfreie Zonen einzurichten und den Schmuggel einzudämmen. Der letzte Punkt muss nach Überzeugung der WHO weiter gestärkt werden.

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