Zika-Virus in Paris
Französin steckt sich durch Sexualkontakt an

Glücklicherweise ist die Frau nicht schwanger, doch der Fall zeigt, wie leicht sich das Virus verbreiten kann: Eine Frau im Großraum Paris hat sich bei ihrem aus Brasilien zurückgekehrten Partner mit dem Zika-Virus angesteckt.

Saint-Laurent du MaroniAus Frankreich wird ein erster Zika-Fall gemeldet, bei dem sich die Patientin über Sexualkontakt bei ihrem Partner angesteckt hat. Gesundheitsministerin Marisol Touraine bestätigte dies am Samstag bei einem Besuch im Übersee-Département Französisch-Guyana. Das Paar lebe im Großraum Paris, hieß es aus dem Umfeld des Ministeriums.

Die Frau ist laut Touraine nicht schwanger. Sie infizierte sich bei ihrem Partner, nachdem dieser aus Brasilien zurückgekommen war. Der Frau geht es nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium gut, sie musste nicht ins Krankenhaus.

Die USA hatten bereits Anfang Februar einen Fall bestätigt, bei dem das Zika-Virus durch Sexualkontakt weitergegeben worden war. Hauptübertragungsweg ist jedoch der Stich durch Mücken.

Das Zika-Virus ist vor allem für Schwangere gefährlich. Es besteht der Verdacht, dass dadurch Mikrozephalie bei Babys ausgelöst wird. Der Kopf der betroffenen Kinder ist deutlich zu klein und die Gefahr groß, dass dies zu dauerhaften Behinderungen führt. Ob es wirklich einen Zusammenhang zwischen dem Virus und der Mikrozephalie gibt, ist bislang nicht wissenschaftlich erwiesen.

Besonders betroffen von der Zika-Epidemie ist Brasilien. Die Zahl der Zika-Infektionen wird dort auf 1,5 Millionen geschätzt. Aber auch aus Kolumbien werden viele Fälle gemeldet. Die Gesundheitsbehörden des Landes gaben am Samstag neue, erneut höhere Zahlen bekannt. Demnach sind nun 42.706 Zika-Fälle in Kolumbien gemeldet, davon 7653 schwangere Frauen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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