Zitate aus dem Buch "Salz der Erde"
Ratzinger im Wortlaut

In seinen Memoiren "Salz der Erde" gewährt Joseph Ratzinger dem Leser einen Einblick in das Seelenleben eines Kirchenmannes. Einige Kernzitate

Über seine ELTERN: „Mein Vater war ein sehr gerechter, aber auch ein sehr strenger Mann. Die Mutter hat immer schon das, was an ihm vielleicht zu streng war, durch ihre Wärme und Herzlichkeit ausgeglichen.“

Über seine HEIMAT: „Wir waren von der Familie her sehr patriotische Bayern.“

Über seine BERUFSWÜNSCHE ALS KIND: „Irgendwann hat mir ein Anstreicher, der die Wand gemalert hat, so imponiert, dass ich dem nacheifern wollte. Als später einmal der Kardinal Faulhaber in unsere Gegend kam, mit seinem gewaltigen Purpur, hat der mir natürlich um so mehr imponiert, so dass ich gesagt habe, sowas möchte ich werden.“

Über seine ENTSCHEIDUNG FÜR DEN PRIESTERBERUF: „Es gibt da keinen blitzartigen Erleuchtungsaugenblick. Es ist im Gegenteil langsam mit mir gewachsen.“

Über HADERN MIT GOTT: „Natürlich denke auch ich hin und wieder: Warum hilft er mir denn nicht stärker? Er bleibt mir manchmal auch rätselhaft.“

Über GLAUBENSZWEIFEL: „Der Glaube ist nie einfach da, so dass ich ab einem bestimmten Zeitpunkt sagen könnte: ich habe ihn.“

Über die KIRCHE ALS KRAFT DES GUTEN: „Ich denke besonders an ältere Menschen in ganz normalen Pfarreien, die durch den Glauben zu einer großen Güte gereift sind. In den Begegnungen mit ihnen ist etwas Warmes, eine Art inneres Leuchten zu spüren.“

Über die MODERNE KONSUMGESELLSCHAFT: „Wir sehen die Macht, die nun die Besitzwelt über den Menschen ausübt. Je mehr sie haben, desto mehr werden sie auch versklavt, weil sie ständig der Wahrung und Vermehrung dieses Besitzes hinterher sein müssen.“

Was er GOTT GERNE MAL FRAGEN WÜRDE: „Die Frage, die ich haben würde, ist die, die eigentlich jeder hat: Warum ist diese Welt so, was bedeutet das ganze Leid in ihr, warum ist das Böse so mächtig in ihr, wenn doch Gott der eigentlich Mächtige ist?“

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