Züge zusammengestoßen
Schwierige Rettung nach Zugunglück in Frankreich

Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle nach den Zugunglück in Lothringen dauern an. Bislang wurden fünf Tote bestätigt. Die Rettungsmannschaften mussten die Passagiere mühsam aus den zertrümmerten Waggons befreien.

HB METZ. Nach dem schweren Zugunglück in Lothringen haben die Helfer in der Nacht zum Donnerstag die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Die Arbeiten dürften bis in den Morgen weitergehen, erklärte der Luxemburger Krisenstab am Mittwochabend. Dass in den verkeilten Trümmern noch Opfer lebend geborgen werden könnten, galt als unwahrscheinlich. Bis zum Abend wurden fünf Tote bestätigt und 15 Verletzte in Krankenhäuser gebracht.

Ein luxemburgischer doppelstöckiger Regionalexpress war am späten Vormittag an einer nur eingleisig zu befahrenden Baustelle bei Zoufftgen mit einem entgegenkommenden Güterzug zusammengestoßen. Wegen der Tageszeit befanden sich nur knapp 20 Passagiere an Bord. Die Lokomotiven verkeilten sich ineinander. Güterwaggons sprangen aus den Gleisen und zertrümmerten einen Waggon des Regionalzugs. Mehrere Passagiere wurden eingeklemmt und mussten mühsam aus den Metalltrümmern herausgeschnitten werden.

„Das ist ein Rennen gegen die Uhr“, sagte ein Feuerwehrmann. „Man muss die Eingeklemmten so schnell wie möglich erreichen, mit ihnen sprechen und womöglich Transfusionen geben, bis sie geborgen werden können.“ Luxemburg schickte 150 Helfer zur Unterstützung der 100 französischen Rettungskräfte.

Das Unglück nahe der deutschen Grenze löste einen großen Schock in Luxemburg und Frankreich aus. Das Luxemburger Großherzogspaar sowie die Regierungschefs beider Staaten eilten zur Unfallstelle. Die genaue Unfallursache wird noch untersucht. Erste Vermutungen richten sich auf eine falsche Weichenstellung auf luxemburgischer Seite. Der französische Güterzug habe freie Fahrt gehabt. Die technisch neue Güterlok wäre beim Überfahren eines Haltesignals automatisch stehen geblieben, hieß es. Auch der Regionalzug war neu.

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