Zug entgleist
Dutzende sterben in U-Bahn in Valencia

Bei einem der schwersten U-Bahn-Unglücke der vergangenen Jahre in Europa sind in der spanischen Regionalhauptstadt Valencia mindestens 34 Menschen getötet und mehr als 20 weitere schwer verletzt worden. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Fahrer die Schuld an der Katastrophe trägt.

HB VALENCIA. Die U-Bahn war nach Angaben der Regionalregierung am frühen Nachmittag offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve zwischen zwei Stationen eingefahren und in dem unterirdischen Streckenbereich entgleist. Zwei Bahnwagen seien umgekippt. Zudem sei ein Rad des U-Bahnwagens gebrochen.

Mehr als 150 Menschen wurden von den beiden Bahnsteigen in der östlichen Küstenstadt in Sicherheit gebracht. Regierungsvertreter schlossen einen extremistischen Hintergrund aus. Spanien steht noch immer unter dem Eindruck der Anschläge auf Vorortzüge in Madrid im Jahr 2004, bei denen 191 Menschen getötet wurden. Das Unglück ereignete sich nur wenige Tage vor dem geplanten Besuch von Papst Benedikt XVI. in der Stadt am Samstag.

Valencias Bürgermeisterin Rita Barbera bezeichnete den Unfall als „eine Katastrophe, eine Tragödie“. Vor Ort brachten Rettungskräfte Schwerverletzte auf Tragen in bereit stehende Notarzt-Wagen. Helfer errichteten zwei Zelte als Not-Versorgungsstationen. Zahlreiche Polizei- und Sicherheitskräfte sperrten den Schauplatz ab. Eine Frau mit Ruß verschmiertem und Schmerz erfülltem Gesicht wurde von einem Beamten in Sicherheit gebracht.

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