Zug entgleist
Sechs Tote bei Schneechaos in Japan

Heftige Schneefälle in Japan haben am Wochenende mindestens sechs Menschen das Leben gekostet.

HB TOKIO. Im Norden des Landes entgleiste am Sonntagabend ein Zug. Der Feiertagsverkehr brach stellenweise zusammen, mehr als tausend Haushalte waren ohne Strom.

Wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, entgleiste der erste Waggon eines Schnellzuges, als dieser auf einer Brücke von heftigen Windstößen erfasst wurde. Drei der insgesamt sechs Waggons seien auf die Seite gekippt.

Eine Frau sei getötet worden, weitere 25 Insassen wurden verletzt. Vier Menschen waren im Inneren der Abteile eingeschlossen. Einer von ihnen wurde offiziellen Angaben zufolge schwer verletzt. Wegen der starken Schneefälle habe der Zug Verspätung gehabt.

Seit gut einer Woche fällt in Japan so viel Schnee wie sonst nur selten im Dezember. Betroffen sind selbst die südlichen Präfekturen, wo es normalerweise kaum schneit. Die Hauptstadt Tokio blieb bislang von dem Schneechaos allerdings verschont.

Betroffen war neben dem Norden des Landes vor allem auch die im Westen liegende Präfektur Fukui, wo sich in einigen Gebieten die mehr als zwei Meter hohe Schneeberge türmten. Ein Fabrikgebäude stürzte ein, dabei starb ein 72-jähriger Mann, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Auch bei den anderen Todesopfern handelte es sich zumeist um ältere Menschen. So kam ein 78-Jähriger ums Leben, als er versuchte, den Schnee vom Dach seines Hauses zu entfernen und dabei von einer Leiter stürzte.

In der nördlich gelegenen Präfektur Niigata waren der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge immer noch gut 1100 Haushalte ohne Strom. Vor wenigen Tagen waren dort wegen der Schneemassen zeitweise 650 000 Wohnungen, Häuser und Geschäfte von dem Ausfall betroffen.

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