Zugunglück bei München
Ausrangiertes Schienenstück ließ Intercity entgleisen

Die Unglücksursache für den gefährlichen Bahnunfall vom Dienstag in Gröbenzell bei München ist geklärt: Einem Mitarbeiter eines Schrotthändlers fiel ein Schienenstück auf die Gleise, das ausgebaut worden war und abtransportiert werden sollte.

HB MÜNCHEN. Bahnsprecherin Bianka Piechaczek erklärte, vor einigen Monaten habe es an der Stelle Bauarbeiten gegeben. Ausrangierte, zwölf Meter lange Gleisteile seien anschließend im Gleisbett gelagert worden. Nach Angaben der Bundespolizei lud am Dienstag ein Mitarbeiter einer Alteisen-Entsorgungsfirma die Gleise auf seinen Unimog-Lastwagen. Eines der Schienenstücke sei auf die Gleise gefallen. Der Mitarbeiter habe noch versucht, das Schienenstück wieder aufzuladen, doch der Intercity 2298 sei bereits herangefahren gekommen.

Der Steuerwagen an der Spitze des Zuges entgleiste, als sich das Schienenstück unter dem Wagen verkantete. Die Bundespolizei hatte am Dienstag von einem „Riesenglück“ gesprochen, dass der Unfall relativ glimpflich abgelaufen sei. Bei dem Unfall waren acht Personen verletzt worden. Der Sachschaden wurde mit mehr als einer Million Euro angegeben. Der Zug war zum Unfallzeitpunkt fast 200 km/h schnell.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%