Zugunglück mit einer Toten und Verletzten: Defekte Weichen verursachte wohl britisches Zugunglück

Zugunglück mit einer Toten und Verletzten
Defekte Weichen verursachte wohl britisches Zugunglück

Bei dem schweren Zugunglück in Großbritannien deuten erste Ergebnisse auf defekte Weichen als Ursache hin. Bei der Weiche fehlten mehrere Bauteile. Wie es dazu kam, muss noch geklärt werden, doch der Schienennetz-Betreiber übernahm sicherheitshalber schon die Verantwortung.

HB LONDON. Nahe dem Unglücksort in der Grafschaft Cumbria seien bei einem Satz Weichen Defizite festgestellt worden, teilte die Behörde zur Ermittlung von Zugunglücken am Montag mit. Es fehlten Muttern und Bolzen und auch ein für die Zugführung in der Weiche entscheidendes Bauteil. Diese speziellen Stangen sind normalerweise quer über die beweglichen Schienen von Weichen angebracht, um die Spurweite der Gleise zu sichern. Offenbar seien die Weichen die unmittelbare Ursache für das Unglück, so die Behörde weiter.

Der Chef des Schienennetz-Betreibers Network Rail, John Armitt, sagte, sein Konzern übernehme die volle Verantwortung für das Unglück bei dem am Freitagabend eine Frau ums Leben kam und 22 weitere Menschen verletzt wurden. Nun müsse herausgefunden werden, wie die Weichen in einen solchen Zustand geraten seien.

Der Pendolino, ein Hochgeschwindigkeitszug mit Neigetechnik, war bei einem Tempo von etwa 150 Kilometern pro Stunde auf der Strecke London-Glasgow in einer abgelegenen Gegend entgleist und auf die Seite gekippt. Am Sonntag wurde landesweit die Sicherheit des Schienennetzes in Großbritannien überprüft.

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