Zugverkehr
Unwetter legen Bahn teilweise lahm

Wichtige Eisenbahntrassen wegen des Unwettertiefs "Siegfried" gesperrt. Morgen erneut Unwetter mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen möglich.
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BerlinDas Unwettertief "Siegfried" hat den Bahnverkehr vor allem im Norden Deutschlands erheblich gestört. Bis zum Montagnachmittag kam es auf der zentralen Ost-West-Fernverkehrsstrecke zwischen Berlin, Wolfsburg, Hannover, dem Ruhrgebiet sowie Köln noch zu Verspätungen, wie die Deutsche Bahn AG in Berlin mitteilte. Nach einem extrem heißen Sonntag war "Siegfried" mit Sturmböen und Gewittern über das Land gezogen.

Entwurzelte Bäume blockierten nach Angaben der Bahn Strecken und zerstörten Oberleitungen, zudem legten Blitzeinschläge Stellwerte und Signalanlagen lahm. Obwohl Räumtrupps "unermüdlich" im Einsatz gewesen seien, seien tausende Fahrgäste von Zugausfällen und Verspätungen betroffen gewesen. In großen Bahnhöfen in Berlin, Hamburg, Hannover und Magdeburg stellte das Unternehmen Züge mit Übernachtungsmöglichkeiten für gestrandete Passagiere bereit. Zudem blieben die DB Lounges die ganze Nacht für Fahrgäste geöffnet.

Am Montagmittag war der ICE-Streckenabschnitt zwischen Hannover und Wolfsburg weiter voll gesperrt. Er sollte voraussichtlich am Nachmittag wieder befahrbar sein, dann aber zuächst nur eingleisig. Auch die Strecke Hamburg-Hannover war noch gesperrt. Züge wurden umgeleitet, weshalb es auch dort zu Verspätungen kam.

Am gesamten Wochenende hatten in Deutschland ungewöhnlich hohe Temperaturen geherrscht, bei denen auch der offizielle Hitzerekord geknackt wurde. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte am Montag nach der Überprüfung seiner Daten, dass die am Sonntag an der Wetterstation im bayerischen Kitzingen gemessenen 40,3 Grad tatsächlich der höchste in Deutschland jemals registrierte Wert war. Der bisherige Rekord lag bei 40,2 Grad und war 2003 in Karlsruhe und Freitag verzeichnet worden.

Auch am Dienstag erwartet der DWD heißes Sommerwetter, wobei ab Nachmittag erneut mit dem Durchzug teilweise schwerer Gewitter gerechnet werden muss. Auch Unwetter mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen sind demnach möglich. Ab Mittwoch kühlt es aber wieder ab.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Alle sprechen vom Wetter, wir auch!
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    Früher sollen auf den Bahntrassen die Bäume weitflächig gefällt worden sein; heute reichen sie bis an die Schienen heran.
    Früher sollen Wind, Regen, Hitze, etc. keine Rolle gespielt haben, heute sorgen sie für Verspätungen und Ausfällen.
    Heute lautet das Motto: Die Bahn kommt - NICHT!

    Hat die Bahn schon einmal etwas vom Shinkansen gehört? Ich glaube nicht!

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