Zum Tod eines Kosmologen
Kunstrebell Otto Piene hat die Bühne verlassen

Feuer, Luft und Himmel – die Kunst von Otto Piene kannte keine Grenzen. Der weltweit anerkannte Kunstrebell ist gestern im Alter von 86 Jahren gestorben. Seine Werke sind jetzt auf der Düsseldorfer Königsallee zu sehen.
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DüsseldorfPinsel und Farbe waren nichts für Otto Piene. Der gestern im Alter von 86 Jahren verstorbene, weltweit anerkannte Künstler malte mit Feuer- und Rauchspuren Bilder, entwarf Skulpturen aus Luft und ließ sie als Sky Art am Himmel schweben.

Otto Piene war ein Kunstrebell, der die alten Techniken verwarf und sich dem Licht, der Luft, der Erde und dem Himmel zuwandte. Ein Künstler, der den Kosmos im Blick hatte mit seinen „Lichträumen“. Da schufen „Licht-Rotoren“ hinreißende „Lichtballette“.

1928 in Ostwestfalen geboren, gründete Piene 1957 zusammen mit Heinz Mack die Künstlergruppe Zero, der sich später auch Günther Uecker anschloss. Die Null aus dem englischen Countdown steht für den radikalen künstlerischen Neuanfang nach den Grausamkeiten des Zweiten Kriegs, für eine Utopie, für das ungegenständliche Ideal.

Seit 2010 haben die Arbeiten von Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker auf dem internationalen Kunstmarkt einen starken Preisschub erlebt. Am teuersten sind die Bilder, Reliefs und Skulpturen aus der bis 1966 andauernden Zero-Zeit. Den Höchstpreis erzielte ein Goldrelief von Piene 2010 bei Christie’s, das auf 540.000 Pfund kam.

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Das Bildgeviert einer Leinwand war Piene stets zu klein

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