Zusammenhang zu Mordserie?
Mögliche Spur in Kölner Nagelbomben-Ermittlungen

Gut ein Jahr nach dem blutigen Nagelbombenattentat in Köln sind die Ermittler auf eine mögliche Spur gestoßen: Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und einer Mordserie an Ladenbesitzern.

HB KÖLN/NÜRNBERG. Die Polizei berichtete am Mittwoch, im Fall des Mordes an einem Dönerstand-Besitzer in Nürnberg gebe es eine "erste gute Spur". Zeugen hättte nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt zwei junge Männer beobachtet, die zwei Fahrräder in einen dunklen Lieferwagen mit abgetönten Scheiben luden. Der Transporter habe vermutlich ein ausländisches Kennzeichen gehabt. Einer der beiden Männer habe eine Baseballkappe getrage. Die 40-köpfige Sonderkommission „Halbmond“ fahnde nun mit Hochdruck nach den beiden Männern, den Rädern und dem Lieferwagen.

Der 50-jährige Türke war am Vormittag des 9. Juni in seiner Imbissbude erschossen worden. Mit der gleichen Waffen waren zuvor in Nürnberg, München, Hamburg und Rostock fünf türkische Kleinunternehmer sowie sechs Tage später in München ein 41-jähriger griechischer Geschäftsmann ermordet worden.

Die beiden knapp 1,90 Meter großen Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, die unweit des tatorts in Nürnberg gesehen wurden, sollen sich sehr ähnlich sehen. Ihre Phantombilder ähneln auch dem eines Mannes, der nach Zeugenaussagen unmittelbar vor dem Mord am 15. Juni in München mit dem 41-jährigen Griechen noch heftig gestikuliert haben soll.

Die Kölner Polizei erklärte, sie wolle die Phantombilder nun mit Videoaufnahmen abgleichen, die vor dem Nagelbombenattentat aufgezeichnet wurden und einen Mann mit einer solchen Baseball-Kappe und einem Fahrrad zeigen. Allerdings schränkten die Beamten ein, es handele sich um einen von noch zahlreichen Hinweisen, die weiter Stück für Stück abgearbeitet würden. Bei dem Nagelbombenattentat waren 22 Menschen verletzt worden.

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