Zusammenstoß
Schwerverletzte bei Zugunglück in Berlin

Bei einem Zugunglück in der Nähe eines S-Bahnhofs im Norden Berlins sind in der Nacht zum Freitag mehrere Menschen schwer verletzt worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, fuhr ein Personenzug auf einen stehenden Güterzug, der Flüssiggas geladen hatte.

HB BERLIN. Kurz nach 22 Uhr fuhr ein Regionalzug aus dem nordöstlich von Berlin gelegenen Schwedt im Berliner Bahnhof Karow auf einen langsam fahrenden Güterzug auf. Die Unfallursache ist noch ungeklärt. Bei dem Aufprall entgleisten die ersten beiden Wagen des Regionalzuges. Der Lokführer wurde im Führerhaus eingeklemmt und musste nach Angaben der Bundespolizei von der Feuerwehr durch die Frontscheibe befreit werden. Der Zugverkehr sollte den gesamten Freitag auf der Bahnstrecke Richtung Bernau gestört bleiben.

In dem Regionalzug waren 22 Reisende und Bahn-Personal unterwegs. Keiner der Verletzten habe in Lebensgefahr geschwebt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Alle Betroffenen seien nach dem Unfall ansprechbar gewesen. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Bahn kündigte an, sich um die Fahrgäste zu kümmern und sie im Krankenhaus zu besuchen.

Der Güterzug mit 24 Kesselwagen transportierte leicht entzündbares Flüssiggas. Bei dem Unfall seien die Gasbehälter aber nicht beschädigt worden, sagten die Sprecher von Bahn und Bundespolizei. Nur das Fahrgestell des letzten Wagens, auf den der zweite Zug aufprallte, wurde beschädigt.

Bei dem Personenzug sei der Triebwagen schwer beschädigt worden, hieß es. Sogar in dem letzten Wagen gingen noch die Scheiben zu Bruch. Auch die Gleise müssen an der Unfallstelle, die etwa 200 Meter vom eigentlichen Bahnhof entfernt liegt, repariert werden.

Am Freitagvormittag wurde der Güterzug von der Unfallstelle entfernt. Am Nachmittag sollten die entgleisten Wagen des Regionalzuges von einem 150-Tonnen-Eisenbahnkran wieder auf die Gleise gesetzt werden. Seit dem frühen Morgen sicherten Experten des Eisenbahn-Bundesamtes und der Bundespolizei Spuren, um die Unfallursache zu klären. Die Aufräumarbeiten sollten bis zum Freitagabend dauern.

Der Fern- und Regionalverkehr wird bis Samstagmorgen teilweise unterbrochen. Der Intercity Berlin-Stralsund wird über Neubrandenburg umgeleitet. Anstelle des Regionalexpress Berlin-Stralsund müssen Fahrgäste zwischen den Bahnhöfen Berlin-Gesundbrunnen und Bernau (Barnim) die S-Bahn nutzen.

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