Zwei Millionen US-Bürger ohne Strom
"Isabel" verursacht Schäden in Milliardenhöhe

Aus dem Hurrikan ist ein tropischer Sturm geworden. "Isabel“ hat am Freitag vor allem in den Bundesstaaten North Carolina und Virginia gewütet und zum Teil erhebliche Überflutungen verursacht.

HB WASHINGTON. Auch die Hauptstadt Washington blieb am Freitag bis zum Mittag - wie viele Orte in mehreren US-Bundesstaaten - weitgehend lahm gelegt. Das Versicherungsunternehmen AIR Worldwide schätzte den Hurrikan-Schaden auf etwa zwei Milliarden Dollar (etwa 1,78 Milliarden Euro), wie die „USA Today“ berichtete.

Trinkwasser vor Gebrauch abzukochen

Vor allem in den Bundesstaaten North Carolina und Virginia waren Straßen, Brücken, Gärten und Strandpromenaden überflutet. In mehreren kleinen Orten, so auf der Inselgruppe Outer Banks vor der Küste North Carolinas, galt noch am Freitagmorgen eine allgemeine Ausgangssperre. Auch nach dem Abflauen des Hurrikans blieben Millionen Menschen ohne Strom, am Freitagvormittag waren zeitweise 4,3 Millionen Haushalte, Geschäfte und Büros ohne Energie. In Virginia wurden 1,2 Millionen Menschen aufgefordert, ihr Trinkwasser vor dem Gebrauch abzukochen.

Tausende Menschen waren am Freitag weiterhin in den Notunterkünften von North Carolina und Virginia untergebracht. Der Bahnverkehr blieb in mehreren Bundesstaaten weitgehend eingestellt, der Flugverkehr normalisierte sich nur langsam. Über 5700 Flüge mussten am Donnerstag und Freitag nach Angaben der Luftfahrtbehörden wegen „Isabel“ gestrichen werden. Der nationale Ronald-Reagan- Flughafen blieb Freitag bis Mittag geschlossen, der internationale Flughafen Dulles in Washington nahm den Flugbetrieb am Vormittag langsam wieder auf.

Bush froh über glimpflichen Verlauf

US-Präsident George W. Bush hatte noch in der Nacht North Carolina und Teile des Staates Virginia zum Katastrophengebiet erklärt. Damit haben der Staat und die Bürger Anspruch auf finanzielle Hilfen. Bush hat sich nach Angaben von CNN „erfreut über einen einigermaßen glimpflichen Verlauf des Hurrikans“ geäußert.

Der Orkan, der am Donnerstagmittag mit bis zu 170 Stundenkilometern die amerikanische Küste erreicht hatte, war noch in der Nacht zu einem tropischen Sturm abgestuft worden. Er zog Freitag über Western Virginia und Pennsylvania mit starken Winden und heftigem Regen nach Norden Richtung Kanada.

Ministerien und Bundesbehörden in der Hauptstadt Washington blieben auch am Freitag in Washington geschlossen, der öffentliche Nahverkehr begann erst am Vormittag allmählich zu funktionieren. Fast alle Geschäfte, Cafés und Restaurants blieben zunächst geschlossen. Die Straßen Washingtons waren teilweise übersät mit Ästen, Blättern umgekippten Mülleimern, Zeitungsständern und Bau- Material von den Baustellen. Zahlreiche Straßen waren gesperrt. Alle Schulen und Universitäten ebenso wie die Museen der Stadt blieben Freitag geschlossen.

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