Zwei Tote bei Bauern-Protesten auf den Philippinen
„Wir haben um Reis gebeten und Kugeln bekommen“

Bei gewaltsamen Protesten von Bauern gegen die anhaltende Dürre auf den Philippinen sind nach Angaben einer Demonstrationsführerin zwei Menschen getötet und über hundert weitere verletzt worden.

Manila Bei gewaltsamen Protesten von Bauern gegen die anhaltende Dürre auf den Philippinen sind nach Angaben einer Demonstrationsführerin zwei Menschen getötet und über hundert weitere verletzt worden. Ein AFP-Reporter berichtete von Schüssen und Steinewürfen bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei am Freitag im südlichen Kidapawan. Rund 6000 Bauern protestieren dort seit Mittwoch und fordern von der Regierung 15.000 Säcke Reis als Unterstützung.

„Wir haben um Reis gebeten und Kugeln bekommen“, sagte Norma Capuyan, die bei den Ausschreitungen anwesend war. „Die Bauern verhungern.“ Ihren Angaben zufolge setzte die Polizei auch Wasserwerfer ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Demnach wurden zwei Menschen erschossen, 116 Demonstranten wurden verletzt und 89 weitere galten nach den Zusammenstößen als vermisst.

Die Polizei konnte die beiden Todesfälle zunächst nicht bestätigen. Ihren Angaben zufolge wurden auch 40 Beamte verletzt. Die Einsatzkräfte hätten versucht, den Protest friedlich zu beenden, die Bauern hätten aber damit begonnen, Steine und Äste auf die Polizisten zu werfen, sagte ein Polizeisprecher.

Präsidentensprecher Manolo Quezon sagte, es seien Ermittlungen eingeleitet worden. Es gebe keinen Grund dafür, dass jemand sterben müsse, weil er seine Regierung um Hilfe bitte.

Der Inselstaat wird seit Dezember von einer Trockenperiode beherrscht. Grund dafür ist das Wetterphänomen El Niño.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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