Zweifelhafte Ehre für den Bahnchef
Mehdorn, der „Sprachpanscher des Jahres“

Eine zweifelhafte Ehre wird Hartmut Mehdorn zuteil: Der Verein Deutsche Sprache (VDS) hat den Bahnchef zum „Sprachpanscher des Jahres 2007“ gewählt. Er ist allerdings nicht der erste Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, der sich mit diesem Titel "schmücken" muss.

HB DORTMUND. Nach Johannes Ludewig ist Mehdorn bereits der zweite Bahnchef, dem diese „zweifelhafte Ehre“ zuteil wird, wie der Verein am Freitag in Dortmund mitteilte. „Leider hat die Deutsche Bahn aus diesem ersten Preis nicht viel gelernt“, sagte der Vereinsvorsitzende Walter Krämer. „Noch immer gibt es an deutschen Bahnhöfen counter statt Schalter, einen service-point statt einer Auskunft, und zum Pinkeln muss man zu McClean“, sagte er.

Niemand habe sich dadurch vom Zugfahren abhalten lassen, sagte ein Bahn-Sprecher in Berlin. Die Sprache sei ein „Spagat“ zwischen den Ansprüchen verschiedener Zielgruppen. Dazu gehörten auch internationale Reisende und Touristen.

Mit großem Abstand hinter Mehdorn sei der Präsident des Niedersächsischen Turnerbundes, Heiner Bartling, auf Platz zwei gelandet, teilte der VDS mit. Er habe eine Informationsschriften verantwortet mit Formulierungen wie „highlights for beginners“, „kids in action“ oder „dance4you“.

Der VDS, der nach eigenen Angaben mehr als 30 000 Mitglieder hat, kritisiert seit mehreren Jahren die seiner Ansicht nach überflüssige Verwendung englischer Begriffe im Deutschen.

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