Zwölf Tote durch verseuchtes Fleisch
Lebensmittelskandal erschüttert Kanada

In Kanada sind bis zu zwölf Menschen nach dem Verzehr von Fertigprodukten des Herstellers Maple Leaf an einer Infektionskrankheit durch verdorbenes Fleisch gestorben. Bei sechs Opfern wurde zweifelsfrei die Infektionskrankheit Listeriose diagnostiziert.

HB OTTAWA. Nach Informationen des Senders C-TV gibt es bereits mindestens 26 Infizierte. Der Fleischproduzent Maple Leaf rief umgehend mehr als 200 Produkte zurück und schloss sein Werk in Toronto für Reinigungsarbeiten.

Der kanadische Landwirtschaftsminister Gerry Ritz sagte am Montag in Ottawa, dass weitere Infektionen mit Listeriose nicht ausgeschlossen werden könnten. Die Krankheit bricht im Durchschnitt erst nach drei Wochen aus, die Inkubationszeit kann aber auch 70 Tage betragen.

Listeriose verläuft bei gesunden Erwachsenen meist unbemerkt. Die Krankheit zeigt dann die gleichen Symptome wie bei einer leichten Grippe: Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit. Bei immungeschwächten Menschen sowie Säuglingen, Älteren und Schwangeren kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen. Im Anschluss daran treten teilweise Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen auf, die zum Tod führen können. Die Bakterien werden im Blutbild nachgewiesen.

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