Zwölffacher Mord
Lebenslange Haft für den „Todespfleger“

Die größte Tötungsserie der deutschen Kriminalgeschichte beschäftigte das Landgericht Kempten mehr als neun Monate. Nun hat das Gericht den Angeklagten im so genannten „Todespflegerprozess“ wegen mehrfachen Mordes und Totschlags zu lebenslanger Haft verurteilt.

HB KEMPTEN. Das Gericht sah als erwiesen an, dass der Stephan L. 28 Patienten im Krankenhaus im bayerischen Sonthofen mit einem Medikamenten-Mix zu Tode gespritzt hat. Im Einzelnen gingen die Richter bei dem größten Fall von Serientötungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte in 12 Fällen von Mord aus. In 15 Fällen sahen sie Totschlag sowie in einem Fall Tötung auf Verlangen als erwiesen an.

Das Gericht sah in dem Urteil auch eine besondere Schwere der Schuld als gegeben an. Das bedeutet, dass der Verurteilte auch bei guter Führung nicht vorzeitig nach 15 Jahren aus der Haft entlassen werden kann. Zudem belegten die Richter den 28-jährigen Pfleger mit einem lebenslangen Berufsverbot.

Die Deutsche Hospiz Stiftung forderte als Konsequenz aus dem Fall bundesweit einheitliche amtsärztliche Leichenschauen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%