250. Geburtstag
Mozartjahr offiziell eröffnet

Am 27. Januar haben Künstler und Klassikfans den 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart gefeiert. Mit mehrtägigen Festveranstaltungen, Konzerten, Opernpremieren oder Glockengläut wurde in zahlreichen Städten das Mozartjahr eröffnet.

HB SALZBURG/WIEN/AUGSBURG. „Er kommt von einem anderen Stern“ sagte der Dirigent Nikolaus Harnoncourt in einer Künstlerrede beim Festakt der internationalen Stiftung Mozarteum zum Geburtstag des Komponisten in Salzburg. „Ein Genie wie Mozart wird nicht, das ist wie ein Meteor aus dem Universum.“ Der Musiker dirigierte die Wiener Philharmoniker mit der g-Moll-Sinfonie KV 55. In Salzburg sollten zur Geburtsstunde um 20.00 Uhr alle Glocken läuten.

Angesichts der allgemeinen Jubelstimmung kritisierte Harnoncourt allerdings die Kommerzialisierung der Kultur: „Wenn so ein Besinnungsjahr einen Sinn haben soll, müssen wir hören, hören, hören“, sagte der Dirigent beim Festakt. „Kunst ist das Gegengewicht zum Praktischen“. Den genialen Musiker Mozart beschrieb er als „Griffel in der Hand Gottes“. Seine Musik zwinge dazu, „in seelische Abgründe zu schauen und kurz darauf in den Himmel“.

In Wien stand die Krönungsmesse mit den Sängerknaben im Stephansdom sowie die Neuinszenierung des „Idomeneo“ im Theater an der Wien im Mittelpunkt des künstlerischen Geschehens. Musikalisch- theatralische Reisen zu unterschiedlichen Orten, an denen Mozart in seiner Wiener Zeit gewirkt hatte, lockten zahlreiche Besucher. Kinder übten sich im Scherenschnitt-Basteln nach Rokoko-Manier oder im Notenmalen. Für das neu eröffnete „Mozarthaus Vienna“ mit der einzigen erhaltenen Wohnung des Komponisten in Wien wurden am ersten Tag 1 500 Karten ausgegeben.

Die deutsche Mozartstadt Augsburg, Heimatstadt von Wolfgangs Vater Leopold, ehrte den Musiker mit einem Festakt im Goldenen Saal des Rathauses. „Bayern war zwar nicht das Glück vergönnt, dass dieser große Meister in seinem heutigen Staatsgebiet geboren wurde. Jedoch dürfen wir uns rühmen, dass hier in Augsburg die familiären Wurzeln Mozarts liegen“, sagte Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU).

In der Geburtsstadt Mozarts, Salzburg, wurden zu einem großen Geburtstagsfest unter freiem Himmel am Abend zahlreiche Musikbegeisterte erwartet. Die Salzburger Konditoren schufen eine gigantische vierstöckige Geburtstagstorte aus Schokoladenteig von 120 Kilo Gewicht, die für 1000 Gäste reichen sollte.

In Basel war die Uraufführung der Oper „Der schwarze Mozart“ von Andreas Pflüger geplant. In der Pariser Oper sollte der Filmregisseur Michael Haneke („Die Klavierspielerin“) seine erste Opernregie mit „Don Giovanni“ zeigen. Teile aus diesem Werk standen bei einem Konzert am Ort der Uraufführung in Prag auf dem Programm, ebenso die „Prager Sinfonie“.

Das Fernsehen schloss sich den Mozart-Feiern an. Die ARD feierte den Musiker mit einer Gala bereits am Donnerstag. Auch die TV-Show „Wetten, dass...?“ am Samstag aus Salzburg soll ganz im Zeichen Mozarts stehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%