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„30 über Nacht“: „Alias“-Star Jennifer Garner als 13-Jährige

13-Jährige sind die besseren 30-Jährigen - so könnte die Botschaft des Films „30 über Nacht“ lauten. Als die 13- jährige Jenna an ihrem Geburtstag mitten in den 80er Jahren von ihren vermeintlichen Freundinnen fies versetzt wird, wünscht sie sich sehnlichst, endlich 30, erfolgreich und cool zu sein.

dpa HAMBURG. 13-Jährige sind die besseren 30-Jährigen - so könnte die Botschaft des Films „30 über Nacht“ lauten. Als die 13- jährige Jenna an ihrem Geburtstag mitten in den 80er Jahren von ihren vermeintlichen Freundinnen fies versetzt wird, wünscht sie sich sehnlichst, endlich 30, erfolgreich und cool zu sein.

Und mit ein wenig handelsüblichem Wunschpuder erwacht sie am nächsten Morgen überraschend als 30-jährige führende Redakteurin einer New Yorker Modezeitschrift - und mit dem Körper von „Alias“-Star Jennifer Garner. Mit ihrem kindlichen Kopf muss sie nun ein Leben meistern, von dem sie keine Ahnung hat, mit Arbeit, Verpflichtungen und Männern, die ihr nur Angst einjagen. Und die schlimmste Entdeckung ist: Sie hat sich in den ausgelassenen Jahren in ein vollendetes Miststück verwandelt und muss nun so einiges geradebiegen.

Der Déjà-vu-Effekt bei dieser Geschichte hat nichts mit der üblichen Fehlfunktion der Gehirnhälften zu tun. Schon vor gut 15 Jahren verwandelte ein Rummel-Automat im Film „Big“ einen Jungen in einen 30-jährigen, gespielt von Tom Hanks. Hanks bekam für die Rolle seine erste Oscar-Nominierung, eine Ehre, die Garner diesmal mit ziemlicher Sicherheit versagt bleiben wird. „30 über Nacht“ ist eine Art Mädchen-Version von „Big“: Perfekt durchgestylt wie eine lebendig gewordene Modezeitschrift, mit schicken Kleidern, Schuhen und Frisuren und einer Liebesgeschichte. Und zahlreiche lustige Momente schaffen eine unbeschwerte Wohlfühl-Atmosphäre, so dass insgesamt ein süßer, unterhaltsamer Film herausgekommen ist.

Garner, die während der Dreharbeiten tatsächlich 30 wurde, nahm die Rolle ernst und verbrachte viel Zeit mit echten 13-Jährigen. Sie veranstaltete sogar eine nächtliche Pyjama-Party. Sie sei fasziniert von der Mischung aus Erwachsen- und Kindsein in ihnen gewesen, erzählte sie. Im Grunde sei ihr die Umstellung nicht schwer gefallen: „Wer mich kennt, weiß, dass ich mich vor der Kamera wie 30 benehme, und wenn sie aus ist wie 13.“ Zudem sei sie als 13-Jährige genauso uncool gewesen wie Jenna. Auf jeden Fall zeigt Garner, die am liebsten in einem Musical mitspielen möchte, dass sie mehr drauf hat als nur Action.

Wer sich länger Gedanken über den Film macht, wird so einige Zweifel haben. Viel zu schnell adaptiert sich Jenna an die New Yorker Modewelt und das neue Leben. Und wer kann sich schon vorstellen, dass sich die gesamte Redaktion einer Modezeitschrift von einer 13- Jährigen vorführen lässt? Aber letztlich wurde ein Film wie „30 über Nacht“ nicht wirklich dafür gemacht, um lange über ihn nachzudenken.

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