4. bis 8. Oktober Frankfurter Buchmesse
Buchmesse profitiert vom Boom der Comics

Auf der Buchmesse ist für jeden Literaturliebhaber und für jedes Interesse etwas dabei. Schwerpunkte in diesem Jahr sind das Gastland Indien, Bildung und die zunehmende Digitalisierung.

fk DÜSSELDORF. Mehr als 7 000 Verlage aus rund 100 Ländern werden vom 4. bis zum 8. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse ausstellen, wie Direktor Juergen Boos gestern sagte. Die Messe meldet ein Wachstum der vermieteten Fläche um etwa 3,5 Prozent. Die Nachfrage der Verleger von Comics an Ausstellungsfläche sei extrem hoch, sagte Boos. Deshalb werde überlegt, nächstes Jahr mehr Platz für Comics, Mangas und Cartoons zur Verfügung zu stellen.

Vor allem Verlage aus China, Taiwan, Thailand und Japan hätten ihre Präsenz deutlich verstärkt. Die Frankfurter Buchmesse ist als Leitmesse der internationalen Verlagsbranche auch für nichtdeutschsprachige Aussteller als Forum für Lizenzgeschäfte attraktiv. Boos zeigte sich erfreut, dass trotz der Konzentration in der Branche sich mehr kleine und mittelständische Verlage als im Vorjahr angemeldet hätten.

Themenschwerpunkte werden unter anderem Bildung sowie die zunehmende Digitalisierung sein. Insbesondere Leseförderung, und Alphabetisierung werden im Mittelpunkt stehen - dazu wurde die Frankfurt Book Fair Literacy Campaign, kurz LitCam, ins Leben gerufen. Dabei, so sagte Boos, gehe es vor allem darum, neue internationale Netze zu schaffen.

Aus Indien, dem diesjährigen Gastland, werden 150 Verlage erwartet, wie Nuzhat Hassan ankündigte, die für die Organisation des Gastlandauftritts zuständig ist. Auch zahlreiche indische Schriftsteller werden kommen, darunter so prominente wie Vikram Seth oder Amitav Ghosh. Zur Buchmesse erscheinen 55 indische Werke in deutscher Übersetzung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Autoren, die in einer der 24 indischen Landessprachen schreiben. Indien wolle sich in allen seinen Farben präsentieren, sagte Hassan.

Die Buchmesse umfasst eine Ausstellungsfläche von etwa 174 000 Quadratmetern, auf denen rund 380 000 Bücher und Verlagsprodukte präsentiert werden. Von Mittwoch bis Freitag ist sie für Fachbesucher geöffnet, am Samstag und Sonntag auch für private Besucher. Den Rahmen der Messe bilden traditionell die Verleihung des Deutschen Buchpreises zum Auftakt am Montag und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche am Sonntag.

Das Handelsblatt wird im Veranstaltungsprogramm unter anderem mit einer Diskussionsveranstaltung am Donnerstag vertreten sein. Der Historiker Jörg Baberowski und der Klimaforscher Stefan Rahmstorf werden über die Rolle des Wissenschaftlers als Autor sprechen.

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