400 Sammler eingeladen
Art Cologne legt guten Start hin

Obwohl die Kölner Kunstmesse erst am Mittwoch gestartet ist, haben schon mehrere Galerien eine Reihe von Verkäufen gemeldet. Die Branche erwartete schon im Messe-Vorfeld einen Aufschwung.

HB KÖLN. Unmittelbar nach der Vernissage am Dienstagabend meldeten mehrere Galerien eine Reihe von Verkäufen, sagte ein Messesprecher in Köln. „Der Vernissagetag erinnerte an die besten Zeiten der Art Cologne“, sagte ein erfahrener Aussteller. Die internationale Kunstmesse, auf der bis zum Sonntag 250 Galerien aus 22 Ländern ausstellen, hatte in den vergangenen Jahren zunehmend Konkurrenz von Kunstmärkten in Berlin, Basel und zuletzt London bekommen. Erwartet werden rund 70 000 Besucher.

Andere Galeristen hatten schon im Messe-Vorfeld einen Aufschwung erwartet, der bereits auf dem ausländischen Kunstmarkt zu beobachten sei. So ist nach Messeangaben in Köln ein internationales Interesse besonders durch „etliche amerikanische Sammler“ zu bemerken.

Ein Dortmunder Galerist konnte zum Messestart zwei Aquarelle Emil Noldes, darunter ein „Doppelbildnis“ für 130 000 Euro, verkaufen. Ein deutsches Museum ließ sich ein Gemälde von Emil Schumacher (260 000 Euro) reservieren und das renommierte New Yorker Museum of Modern Art erstand eine Reihe von Papierarbeiten des Berliner Künstlers Norbert Bisky. Ein junger Sammler kaufte eine Fotografie von Andreas Gursky für 190 000 Euro.

Der deutsch-amerikanische Kunstexperte Gérard Goodrow (39) war vor wenigen Wochen als neuer Direktor der Art Cologne eingestellt worden, um das Image der Art Cologne aufzufrischen: „Es gab immer Probleme mit der Raufasertapete, das haben wir gelöst“, meinte er zur Renovierung der Ausstellungsstände. Als besonderen Service haben die Händler in diesem Jahr erstmals 400 ihrer wichtigsten Sammler auf Messekosten zur Übernachtung in ein Kölner Hotel eingeladen.

Den Art-Cologne-Preis in Höhe von 10 000 Euro hat am Mittwoch der Kunsthistoriker und langjährige Direktor des Pariser Centre Pompidou, Werner Spies, erhalten. Spies ist nicht nur durch zahlreiche Ausstellungen, sondern auch als Autor über die Lebenswerke Picassos und Max Ernsts bekannt geworden.

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