51. Eurovision Song Contest
Die Finalteilnehmer in Athen

Beim Finale des 51. Eurovision Song Contest treten an diesem Samstagabend Bands und Interpreten aus 24 Ländern gegeneinander an. Die deutschen Vertreter Texas Lightning gehen als 8. ins Rennen. Die Liste der Teilnehmer in der Startreihenfolge:

1. Schweiz, Six4one, „If We All Give A Little“: Der deutsche Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel ist wieder mit einer klassischen Eurovisions-Komposition dabei. Seine Ballade für eine bessere Welt ist seine 18. Finalteilnahme als Komponist. Die sechs Interpreten kommen aus allen Ecken Europas und aus Israel: Claudia D'Addio aus der Schweiz, Liel aus Israel, Tinka Milinovic aus Bosnien & Herzegowina, Keith Camilleri aus Malta, Andreas Lundstedt aus Schweden und Marco Matias aus Deutschland.

2. Moldawien, Arsenium und Natalia, „Loca“: Der 22-jährige Arsenium alias Arsenie Toderas stürmte 2004 mit seinen beiden Kollegen von O-Zone und dem Hit „Dragostea Din Tei“ europaweit die Charts. Seine Partnerin, die 18-jährige Natalia Gordienko ist Moldawiens „Miss Teenager 2004“ gewesen.

3. Israel, Eddie Butler, „Together We Are One“: Für den 34- jährigen Sänger mit der gefühlvollen Ballade ist es bereits die zweite Teilnahme beim Grand Prix. 1999 holte er als Mitglied der Gruppe Eden mit „Happy Birthday“ einen respektablen fünften Platz für Israel.

4. Lettland, Cosmos, „I Hear Your Heart“: Die A-capella-Band besteht aus sechs jungen Männern: Reinis Sejans (Rhythmus), Juris Lisenko (Tenor), Janis Strazdins (Bass), Janis Sipkevics und Andris Sejans (beide Countertenor) sowie Janis Ozols (Bariton).

5. Norwegen, Christine Guldbrandsen, „Alvedansen“: Der Song der 20-Jährigen, der übersetzt „Elfentanz“ heißt, vermischt Klassik mit Pop und bekommt durch den Einsatz des norwegischen Nationalinstruments - der so genannten Hardanger Geige - seinen typisch nordischen Charakter.

6. Spanien, Las Ketchup, „Bloody Mary“: Ihr Ketchup-Song („Aserejé“) war der Sommerhit des Jahres 2002. Aus dem ursprünglichen Schwestern-Trio Lola, Lucía und Pilar Muñoz ist mittlerweile ein Quartett geworden. Als vierte Schwester verstärkt Rocío die Familienband.

7. Malta, Fabricio Faniello, „I Do“: Sein Lied ist ein englischsprachiger Popsong ohne Ecken und Kanten. Mit demselben Rezept und dem Stück „Another Summer Night“ hatte der Sänger im Finale von Kopenhagen 2001 immerhin den neunten Platz für Malta erzielt.

8. Deutschland, Texas Lightning, „No No Never“: Das Lied gilt als einer der Geheimfavoriten. Für die norddeutsch-australische Countrymusik-Gruppe sitzt Olli „Dittsche“ Dittrich am Schlagzeug und gibt den Takt an. Für die Band gilt das Motto: „Kein Stress und gute Laune“. „Wir können gut singen und am Ende werden wir sehen, was dabei rauskommt“, sagte die aus Australien stammende Sängerin Jane Comerford immer wieder während der Proben in Athen.

9. Dänemark, Sidsel Ben Semmane, „Twist Of Love“: Der zweite Country Song beim diesjährigen Wettbewerb - allerdings nur oberflächlich betrachtet. Fachmännisch müsste bei der 17-Jährigen Dänen wohl eher von Country-Twist gesprochen werden.

10. Russland, Dima Bilan, „Never Let You Go“: Der 23-jährige Russe Dima Bilan überzeugte beim Halbfinale und zählt zu den Geheimfavoriten.

11. Mazedonien, Elena Risteska, „Ninanajna“: Die 20-Jährige scheint für Musikwettbewerbe geboren zu sein. Ihre Karriere begann mit einem gewonnenen Castingwettbewerb; mittlerweile schreibt und komponiert sie auch für andere Kollegen.

12. Rumänien, Mihai Traistariu, „Tornero“: Der 26-Jährige versucht es am Samstag mit einem im italienischen Stil der 60er Jahre und auf Italienisch gesungenen Lied. „Er könnte es schaffen“, meinen Experten.

13. Bosnien-Herzegowina, Hari Mata Hari, „Lejla“: Es ist sicher eines der sensibelsten und anspruchsvollsten Lieder des Wettbewerbs, das die Gruppe präsentiert. Den 45-jährigen Sänger Hajrudin Varejanovi nennen seine Fans „Die Nachtigall von Sarajevo“. Geheimfavorit falls die Balkan-Connection funktioniert.

14. Litauen, LT United, „We Are The Winners“: Passend zur Fußball- WM präsentieren die „Spaßvögel“ eine Mitgrölhymne, die die Zuschauer des Halbfinales überzeugte.

15. Großbritannien, Daz Sampson, „Teenage Life“: „Es ist Zeit, Großbritannien wieder auf die Landkarte des Eurovision Song Contest zurückzubringen“, verkündete Daz Sampson nach seinem Sieg beim britischen Vorentscheid. Bleibt nur die Frage, ob Sampsons Rap-Song für diese Mission die nötige Qualität hat.

16. Griechenland, Anna Vissi, „Everything“: Die 1957 auf Zypern geborene Anna Vissi blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück und will endlich den Grand Prix gewinnen. Zwei Mal stand sie im Finale des Eurovision Song Contest, ging 1980 und 1982 aber leer aus. Sollte sie siegen, wird sich Athen in einen Hexenkessel verwandeln, mit Feuerwerk und Autokorsos, prophezeihen die Athener Boulevardblätter.

17. Finnland, Lordi, „Hard Rock Hallelujah“: Die absolute Horror- Rock-Gruppe – „aber irgendwie witzig“, meint die Athener Presse. Ihre Rockhymne dürfte in den Ohren der Fans von Ralph Siegel und Co. lediglich als Krach empfunden werden. Mit ihren Monstermasken dürften sie nicht nur zartbesaitete Menschen schockieren. Dennoch: Musikalisch ist der Song allerbeste Rockqualität, der es bei der Qualifikation locker geschafft hat.

18. Ukraine

, Tina Karol, „Show Me Your Love“: Die 21-Jährige tritt mit einem rhythmisch-witzig-schnellen Stück an, das beim Halbfinale begeisterte. Tina Karol gilt als schauspielerisches Talent in ihrem Land und will dies in Athen allen zeigen.

19. Frankreich, Virginie Pouchain, „Il était temps“: Als gelernte Friseurin steht Pouchain nun für die Grande Nation mit einem Chanson verwandten Stück auf der großen Bühne.

20. Kroatien, Severina, „Moja stikla“: Die 34-Jährige präsentiert in Athen einen echten Ethno-Pop-Song vom Balkan.

21. Irland, Brian Kennedy, „Every Song Is A Cry For Love“: Mit einer Herz-Schmerz-Ballade versucht die erfolgreichste Grand-Prix- Nation an glorreiche Zeiten anzuknüpfen, die dem Land sieben Siege brachten – und das ausgerechnet mit einem Sänger aus dem nordirischen Belfast.

22. Schweden, Carola, „Invincible“: Der Grand Prix ist in Schweden eine ernste Angelegenheit. Nicht erst seit dem Sieg von Abba 1974 gehört der Vorentscheid – das so genannte Melodifestivalen – zu den Pflichtterminen im Kalender aller Musikschaffenden des Landes. Carola fährt dieses Jahr mit „Invincible“ nach 1983, als sie den dritten Platz holte, und 1991, als sie den Sieg errang, zum dritten Mal für Schweden zum Grand-Prix-Finale.

23. Türkei, Sibel Tüzün, „Superstar“: Mit ihrer Disco-Nummer wollen die Türken ihren zweiten Erfolg nach 2003 erzielen. Bei der Qualifikation konnte sie sich locker durchsetzen. Die 1971 in Istanbul geborene Sängerin verfügt neben ihrer klassisch ausgebildeten Stimme auch über ein sehr belastbares Nervenkostüm: Sie ist Co-Pilotin des türkischen Rallyefahrers Ethem Genim.

24. Armenien, Andre, „Without Your Love“: Die Familie des Eurovision Song Contest begrüßt bei der Endrunde 2006 in Athen ein neues Mitglied: Armenien. Der junge Sänger hat sich für den Auftritt in Athen durch seine Erfolge beim nationalen armenischen Musikwettbewerb empfohlen. 2004 und 2005 wurde er jeweils zum besten männlichen Sänger gewählt. Das armenische Fernsehen verzichtete also kurzerhand auf die Organisation eines Vorentscheids und schickt zur Premiere gleich den populärsten Sänger des Landes ins Rennen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%