Abschlussarbeit der Münchner Filmhochschule hat gute Chancen auf Oscar
Academy nominiert Kamel-Doku

Die Chancen für einen Oscar für „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ stehen sehr gut. Diese Überzeugung vertritt zumindest die hiesige Filmbranche. „Die Amerikaner lieben das Exotische“, sagt Lothar Just, langjähriger Pressechef des Münchner Filmfestes und Leiter Presse und Information der bayerischen Förderanstalt Filmfernsehfonds.

HB MÜNCHEN. Der Film ist eine Abschluss-Arbeit der Mongolin Byambasuren Davaa und des Italieners Lugi Falorni an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF). Bislang sahen nach Verleihangaben mehr als 300 000 Kinobesucher die Geschichte um eine Kamelmutter und ihr Junges in der Wüste Gobi.

Auch in den USA erreichte er fast genauso viele Zuschauer, was dort für einen Dokumentarfilm sehr erfolgreich sei. „Der Film wurde inzwischen rund um den Globus verkauft“, sagt Just. „Es gibt derzeit in den deutschen Kinos eine Renaissance des Dokumentarfilms.“ Das anrührende Drama vom „Weinenden Kamel“ sei nur ein Indiz dafür. HFF-Rektor Gerhard Fuchs wünschte den beiden Filmemachern und ihrem außergewöhnlichen Film für die Oscar-Verleihung am 27. Februar in Hollywood „das Glück, das sie verdient haben“.

Auf dem Münchner Filmfest 2003 wurde der damals erstmals gezeigte Film vom Geheimtipp zum Publikumshit. In dem Film verstößt die Mutter ihr Kalb nach der Geburt, doch ohne die nahrhafte Muttermilch ist das Jungtier dem Tod geweiht. In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein uraltes Ritual: Ein Musiker soll mit den magischen Klängen seiner Geige die Kamelmutter zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen. Am Ende geschieht das Wunder: Die Kamelmutter bricht in Tränen aus, ihr Junges darf säugen und ist gerettet.

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