Achenbach-Auktion
Ansturm auf Immendorffs Affen

50 bronzene Affen haben bei der Massenauktion der Sammlung des Kunstberaters Helge Achenbach einen regelrechten Run ausgelöst. Innerhalb kürzester Zeit waren die Skulpturen verkauft – für rund 814 000 Euro.
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DüsseldorfBei der Massenauktion der Kunstwerke des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach haben die Affen-Skulpturen des Künstlers Jörg Immendorff einen Bieteransturm ausgelöst. Insgesamt wurden in Achenbachs früherer Lagerhalle in Düsseldorf seit Mittwochabend mehr als 50 Bronze-Affen für rund 814 000 Euro versteigert, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses Van Ham am Donnerstag. Die höchsten Preise von jeweils 46 000 Euro wurden für drei fast zwei Meter hohe Affen erzielt. Auch kleinere Affen wechselten am Donnerstag oft für ein Mehrfaches der Schätzpreise den Besitzer.

Papierarbeiten Immendorffs, darunter ein goldenes Porträt von Ex-Kanzler Gerhard Schröder, die auf rund 500 Euro geschätzt worden waren, gingen für weit höhere Summen im Tausenderbereich weg. Schon vor Beginn der Auktion hätten die Interessenten morgens an der Tür Schlange gestanden, sagte die Sprecherin.

Der 2007 gestorbene Immendorff war ein enger Freund Achenbachs. Der prominente Düsseldorfer Kunstberater sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft. Achenbach ist wegen Millionenbetrugs an reichen Kunden zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Bis Samstag werden in der viertägigen Auktion rund 2000 Kunstwerke der insolventen Firmen Achenbachs in Düsseldorf und Köln angeboten. Am ersten Auktionstag wurden nach Angaben von Van Ham rund 450 Objekte für eine Gesamtsumme von einer Million Euro versteigert. Bei vielen Werken fiel der Hammer schon bei unter 1000 Euro.

Die 120 Glanzstücke aus Achenbachs Lager sollen am Samstag in Köln versteigert werden. Darunter sind Werke von Gerhard Richter und Gotthard Graubner, Georg Baselitz und Imi Knoebel.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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