Aktuelle CD wieder von Trevor Horn produziert
"Seal" steht wieder im Rampenlicht

Jahrelang hat Sealhenry Olumide Samuel - bekannt als "Seal" - nichts von sich hören lassen. Nun kehrt der 40-jährige Brite mit seinem vierten Album „Seal(IV)“ zurück ins Rampenlicht. Seal kehrte 2001 in seine Heimatstadt London zurück, weil ihm Los Angeles seiner Kreatität beraubt hatte.

HB HAMBURG. Sealhenry Olumide Samuel sagt kaum einem Musikliebhaber etwas. Aber sobald der Name Seal fällt, wissen Freunde weicher und einfühlsamer Klänge, worum es geht: In den 90er Jahren hat der Soulsänger mit Hits wie „Killer“ und „Fly Like An Eagle“ bereits über zwölf Millionen Platten verkauft und vier Grammys eingeheimst. Doch dann hörte man fünf lange Jahre kaum etwas von dem Briten. Nun kehrt der 40-Jährige mit seinem vierten Album „Seal(IV)“ zurück ins Rampenlicht.

Rückkehr nach Heimatstadt London

„Ich habe von 1998 bis 2000 ein komplett neues Album gemacht, nur ich war nicht davon überzeugt. Es war für mich ein Flop“, erklärt er seine lange Abstinenz von der Popbühne. Nachdem er dieses für ihn unbefriedigende Projekt begraben hatte, kehrte er 2001 von Los Angeles seine Geburtsstadt London zurück. „Ich hatte nur noch Heimweh, L.A. raubte meine Inspiration“, sagt Seal. London habe ihm völlig neue Perspektiven eröffnet: „Ich konnte unter perfekten Bedingungen arbeiten, die zu äußerster Kreativität führten.“

Die jüngste CD habe die höchste Qualität, was sich am besten an seiner Stimme zeige. „Als hätte ich einen Code geknackt. Ich befinde mich inmitten der kreativsten Phase meines Lebens“, meint der Sänger. So sind neben den typischen Soul-Melodien oft Gitarrenriffs, aber auch rockige Bässe zu hören. In „Where There's Gold“ finden sich auch afrikanische Einflüsse. Jedoch sei „Love's Divine“ technisch und strukturell das beste Lied; doch sein Lieblingssong könne nur „Loneliest Star“ sein, da es autobiografisch sei.

Trevor Horn produzierte aktuelles Album

Der britische Musiker mit nigerianischen und brasilianischen Vorfahren ist seit Anfang der 90er Jahre eine feste Größe in der Popwelt. Seinen ersten Welthit „Killer“ hatte er 1990 zusammen mit dem Technoproduzent Adamski. Sein Debüt-Album, schlicht „Seal“ betitelt, wurde im Jahr darauf sofort ein Erfolg. Großen Anteil daran dürfte auch Erfolgsproduzent Trevor Horn haben, der für Seals neues Album ebenfalls verantwortlich zeichnet.

Dabei war Seals Karriere nicht unbedingt geradlinig: Nach einem Architekturstudium nahm er verschiedene Jobs an und arbeitete als Ingenieur, aber auch als Designer von Lederkleidung - doch seine Liebe gehörte dem Singen. Zunächst sang er in Bars und Kneipen und stieg dann in die Funkband Push ein. Dabei sammelte er erste Tourerfahrungen in Japan und Thailand, wo er sich einer Blues-Band anschloss, bevor er allein durch Indien tourte.

Mit seiner Kunst verfolgt er vor allem persönliche Ziele: „Ich appelliere an die Menschen, einander nahe zu stehen und versuche mit meiner Musik, einen Beitrag zu leisten.“ Seal hat alle zwölf Songs seines neuen Albums selbst geschrieben und für jeden Erfolg „hart“ arbeiten müssen, wie er sagt. „Meine Sucht nach Musik, aber auch das kreative Glück an meiner Seite, sind die Basis für den Erfolg.“

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