Alte Meister: Koller sorgt für Nachschub

Alte Meister
Koller sorgt für Nachschub

Ein verlockendes Angebot Alter Meister setzt auf den Märzauktionen von Koller Auktionen die Akzente. Modeschöpfer Wolfgang Joop trennt sich von einer Tranche dekorativer Stillleben aus dem 17. Jahrhundert.
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Zürich„Timing ist alles“ scheint sich Auktionator Cyril Koller gesagt zu haben, als er seine traditionellen Frühjahrsauktionen auf den 18. bis 23. März anberaumte. Dann nämlich dürften die wichtigsten Verkäufe auf der Maastrichter Antiquitätenmesse Tefaf längst über die Bühne gegangen und die Aussteller bereit sein für Nachschubkäufe. Gelegenheiten dafür hat Koller vor allem in dem für die Tefaf wichtigen Altmeisterbereich genügend im Angebot.

Dekoratives aus der Sammlung Joop

Angeführt wird die Offerte publicityträchtig – nicht qualitativ – von 17 Werken aus der Sammlung des Berliner Modemachers Wolfgang Joop. Sie sollen dem Vernehmen nach nun zeitgenössischer Kunst Platz machen. Virtuose Dekoration steht dabei im Vordergrund. Zum Beispiel ein Reigen solider holländischer Blumenstillleben des 17. Jahrhunderts mit verlockenden Taxen unter 50 000 Schweizer Franken. Herausragend ist eine überbreite Supraporte mit einer „Allegorie der Liebe“ zum Schätzwert von 250.000 bis 350.000 Euro. Schöpfer ist ein flämischer Maler des 15. Jahrhunderts, auch bekannt als „Meister von Frankfurt“.

Edle Dame verdient Aufmerksamkeit

Interessanter nicht nur für den – hoffentlich – nachschubhungrigen internationalen Handel, sondern auch für museal ambitionierte Crossover-Sammler ist eine auf Kupfer gemalte „Mariä Himmelfahrt“ von Guido Reni. Die trotz ihres eher kleinen Formates monumental wirkende Tafel trägt eine vergleichsweise zurückhaltende Schätzung von 80.000 bis 120.000 Franken. Aufmerksamkeit verdient auch die von Koller in einer Schweizer Sammlung wieder entdeckte „Edle Dame an einem Tisch mit Laute“. Das Bild von Eglon Henrik van der Neer stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist auf 200.000 bis 300.000 Franken geschätzt.

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