Amsterdams Diamanten
Meisjes beste Freunde

In Amsterdam erlebt der Besucher auf Schritt und Tritt die Tradition einer berühmten Schmuck- und Diamantenstadt. Wer hier einkaufen will, zieht sich diskret ins Hinterzimmer zurück – und fährt vielleicht um das eine oder andere Schmuckstück reicher wieder nach hause.

DÜSSELDORF. Es ist wie eine sich unendlich wiederholende Brechung, ein niemals endendes Spiegeln und Spielen wie ein zur Starre gefrorener Tanz aus der Ewigkeit. Im Innern dieses fensterlosen Spiegelkabinetts, dreifach mannshoch und komplett mit sechzig, siebzig Spiegeln verkleidet, bekommen die eintretenden Besucher eine Ahnung von der Faszination, die von geschliffenen Diamanten ausgeht.

Ein verwirrendes Funkeln bricht sich im „Glamour Kabinett“ in tausendfacher Reflexion Bahn, die aus dem Inwändigen nach außen dringt und von dort aus den Betrachter erschrickt und berührt. „Einen Eindruck von der Verbindung“, verspricht B. A. Meier seinen Gästen, „die Glamour und Diamanten eingehen.“ Herr Meier hat recht – auch weil er sich mit Edelsteinen gut auskennt. Er ist zugleich Eigentümer des Amsterdamer Edelsteinhauses „Coster Diamonds“ und Initiator des Amsterdamer Diamantenmuseums, das dieses Jahres eröffnet wurde.

Stammhaus der Diamantenschleiferei und Museum sind nebeneinander in der Amsterdamer Paulus Potterstraat – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rijksmuseum, zur kurzläufigen, aber sehr glamourösen Einkaufsstraße „Pieter Cornelisz Hooftstraat“ und zum „Van Gogh Museum“.

Nun soll es ja Zeitgenossen – vornehmlich Männer – geben, die sich beim Schmuck nur für das untere Fünftel des Exponats interessieren, nämlich für das Preisschild. Ihre Neugier ist in den Verkaufsausstellungen von „Coster Diamonds“ zu befriedigen, wo ihnen ein goldgefasster und hochkarätig besetzter Ring für knapp 45 000 Euro im Blitzlichtgewitter der japanischen Gäste entgegenblitzt. „Fettes Teil“, kommentiert ein vorbeiflanierender deutscher Halbwüchsiger, und sein Vater nickt ergeben.

Anregungen, um in den Besitz einer solchen Pretiose zu kommen, könnten die beiden sich nebenan im ersten Stock des Museums holen, wo die spektakulärsten Diamantendiebstähle der Vergangenheit dokumentiert sind – und, natürlich, wie sie aufgeklärt wurden. Oder sie könnten mit ihren Begleiterinnen in die P.C. Hooftstraat gehen, zweihundert Meter jenseits des Rijksmuseums und gleich neben dem „Conservatorium van Amsterdam“.

Seite 1:

Meisjes beste Freunde

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%