Antiquitäten
Der Beistelltisch als Altersvorsorge

Während die Finanzmärkte wanken, entdecken Kunstsammler sakrale Bildwerke und antikes Mobiliar. Wertbeständige Antiquitäten werden zu einer attraktiven Anlageform. Bambergs Altstadt ist reich gesegnet mit Händlern. Zu den Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen erwarten sie eine internationale Kundschaft.
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Bamberg„Der kultivierte Herr Czonth hat recht gehabt. Der Handel funktioniert nur, wenn die Händler zusammenarbeiten.“ Christian Eduard Franke, umgeben von altem Silber und den Wunderwerken historischer Tischler, nascht von einem fein angerichteten Obstteller, während er über die Folgen eines genialen Marketing-Coups nachdenkt: die „Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen“.

Erfunden wurden sie vor 17 Jahren von Frankes ehemaligem Geschäftsnachbarn Istvan Czonth, dem 2008 verstorbenen Inhaber des legendären Tassenkabinetts Czonth. Seither macht sich ein internationales Publikum auf nach Franken, viele von ihnen, um die Festspiele in Bayreuth mit Kunstkäufen in Bamberg zu verbinden.

Gerade werden unweit von Franke beim Kunsthandel Härtl vier ausdrucksvolle Sandsteinfiguren abgeliefert. Sie sind mit etwas über einem Meter sehr groß und für eine Aufstellung im Garten bestimmt. Stil und Qualität verweisen auf eine Entstehung im Umkreis von Ferdinand Tietz um 1750. Das komplette Ensemble mit den Personifikationen der Treue, der Eitelkeit, des Stolzes und der Kraft hat Ulf Härtl auf 120.000 Euro angesetzt. Stolz und kraftvoll kaufen und verkaufen die Bamberger Händler Alte Kunst, die der Eitelkeit der Käufer schmeichelt.

Bei Franke und seinem Partner Christoph Freiherr von Seckendorff finden die Kunden eine fast unübersehbare Fülle sorgfältig arrangierter Einzelstücke. Jedes hat seine eigene Aura, sogar die kleine, in grau-grünem Achat geschnittene und mit massivem Gold gefasste Tabatière für 9.400 Euro.

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