Antiquitätenbiennale
Eine Messe trotzt der Flaute

In Italien liegt der Handel mit Alter Kunst am Boden. Darunter leidet auch die Antiquitätenbiennale in Florenz. Das Qualitätsniveau bleibt davon jedoch unberührt. Zugleich reklamiert die Messe ihren kulturellen Anspruch – trotz oder gerade wegen der schwierigen Situation auf dem Markt.
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FlorenzDie Internationale Antiquitätenbiennale von Florenz besteht seit 1959 und geht unverdrossen auch diesen Herbst wieder an den Start – trotz der Flaute auf dem stagnierenden Antiquitätenmarkt. Italiens älteste Messe für Alte Kunst schwimmt gegen den Strom und hält unbeirrbar an ihrem Kurs fest. Allerdings haben einige Teilnehmer der Veranstaltung doch den Rücken gekehrt.

An der 28. Ausgabe der Verkaufsausstellung im Palazzo Corsini vom 5. bis 13. Oktober nehmen nur noch 74 Händler teil, ein Dutzend weniger als 2011. Die Inländer halten der Messe die Treue, zumal die Teilnahme in Florenz in Italien als Zertifikat für Seriosität und Qualität gilt. Ein Aspekt, der für ausländische Galeristen weniger relevant ist. Sie haben sich ihre Anreise angesichts der dürftigen Verkaufserfolge der letzten Jahre gründlich überlegt.

Absagen von Stammgästen 

Stammgäste der Biennale wie Canesso (Paris), Derek Johns (London) oder Whitfield Fine Art (London New) sagten ab; dafür hat aus Deutschland überraschend Kunsthandel Hermann P. Lockner (Würzburg) zugesagt. Lockner bestreitet mit sechs anderen Ausstellern dieses Jahr den internationalen Part der Veranstaltung, unter anderem mit Trinity Fine Art (London), De Jonckheere aus Paris, Caviglia aus Lugano und Grassi Studio und Sperone Westwater aus New York.

Die schrumpfende Teilnehmerzahl bedeutet selbstredend nicht verminderte Qualität. Das Aufgebot, das Bühnenbildner Pierluigi Pizzi höchst ansehnlich präsentiert, ist nach wie vor von musealer Güteklasse. Mit diesem Anspruch tritt auch der Kunsthandel Chiale Antiquariato aus Racconigi an, der die Büste einer jungen Adligen von Antonio del Pollaiolo (1465- ca. 1470) im Angebot führt.

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