Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell
Der Baumeister und sein Stift

Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell kleidet sich mit exzellentem Geschmack, er spricht ein gepflegtes, dennoch präzises Deutsch und verfügt darüber hinaus über eine ganze Menge jenes raren Gutes, an dem es heute allzu häufig mangelt: Stil.

Vielleicht liegt es an der Maxime, die von einem Ahnen der Unternehmer-Familie im 19. Jahrhundert ausgegeben wurde. Der damals 22-jährige Lothar von Faber schrieb damals fest: "Mich auf den ersten Platz emporzuschwingen, indem ich das Beste mache, was überhaupt in der Welt gemacht wird" - es ging um Bleistifte, wohlgemerkt.

Von den damals noch sehr zahlreichen deutschen Bleistift-Fabriken im fränkischen und oberbayerischen Raum ist unter Lothar von Fabers Führung einzig das heute unter dem Firmennamen Faber-Castell bekannte Unternehmen zum Weltmarkt-Führer gewachsen.

Dass sich mit Bleistiften, einem vermeintlich nebensächlichen Bedarfsartikel, eine große Menge Geld verdienen ließ, davon zeugt in Stein bei Nürnberg das so genannte Neue Schloss, das Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde.

Einst Stammsitz der Familie in damals sechster Generation, wurde es nach dem Zweiten Weltkrieg von den Amerikanern als Press-Camp für die Reporter und Fotografen der Nürnberger Prozesse beschlagnahmt; diente dann in den frühen 50er-Jahren noch eine Weile als Clubhaus der US-Militärs - und stand danach für den Rest des Jahrtausends verwaist.

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