Arbeitstitel: „Late Schmidt“
Harald Schmidt: "Eine kreative Pause dauert ein Jahr"

Zwölf Monate nach seinem spektakulären Abgang vom Privatsender Sat.1 wird der Kult-Spaßmacher des deutschen Fernsehens zur Freude seiner Anhänger ins Medium zurückkehren.

HB HAMBURG. Dabei besinnt sich der jetzt 47-Jährige auf seine Wurzeln: Am 23. Dezember soll das Debüt seiner neuen Late Night Show (Arbeitstitel: „Late Schmidt“) in der ARD stattfinden - dem Sender, dem er vor neun Jahren den Rücken zuwandte, weil er den Verlockungen des Privatfernsehens nicht widerstehen konnte.

Was den Kabarettisten und Possenreißer Nummer eins letztlich bewogen hat, rückfällig zu werden, ist schwer zu sagen, denn mit Angaben über sich und seine Lebensplanung geht der gewiefte Geschäftsmann und „elektronische Hofnarr“ in der Öffentlichkeit sehr sparsam um. Vielleicht ist ihm das viele Reisen in den vergangenen Monaten zu eintönig geworden. Die Trips zwischen Nordmeer und Asien mit Freunden und Familie haben ihn nach acht Jahren steter Produktionsmühle schon immer gereizt, aber jetzt hat dies ein Ende.

Die gepflegte Langeweile auf hohem Niveau ist für einen Komiker mit dem unauslöschlichen Trieb zur Selbstdarstellung Gift. Aber war es nur die innere Unruhe, die ihn wieder an die TV-Front treibt? Schmidt, so ist bekannt, gehörte in den acht Jahren Sat.1- Zugehörigkeit zu den Spitzenverdienern der Branche. Sein geschätztes Honorar betrug 40 000 Euro pro Ausgabe. Außerdem verdiente er als Chef seiner Produktionsfirma Bonito TV mit. Seine engsten Vertrauten, zum Beispiel auch Managerin Sigrid Korbmacher, beteiligte er an der Firma.

Sein Umfeld mit der Firma, die außerdem seine Werbespots drehte und Kaya Yanars Sat.1-Reihe „Was guckst Du?“ herstellte, bringt der Schwabe in den Handel mit der ARD ein. Einige Mitarbeiter, unter anderem Redaktionsleiter Manuel Andrack, werden weiter für ihn zur Stelle sein. Sie muss der Entertainer frühzeitig in seine Pläne eingeweiht haben. Nur so ist zu verstehen, dass nach dem plötzlichen Stopp seiner Sat.1-Show niemand aus dem Kreis seiner Angestellten sich öffentlich über das Ende der Late Night Show beklagen mochte.

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