ARD-Pläne
Keine regelmäßige Sendung für Gottschalk

Die ARD und Moderator Thomas Gottschalk führen gemeinsam Gespräche über Abendsendungen. Dabei geht es offenbar aber nur um Einzelshows, wie ARD-Intendantin Monika Piel sagte.
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Köln/EssenBei der geplanten Zusammenarbeit der ARD mit dem Entertainer Thomas Gottschalk (62) im Abendprogramm geht es um Einzelshows. „Es ist nicht an eine regelmäßige Sendung gedacht“, sagte ARD-Intendantin Monika Piel in einem Interview mit dem Nachrichtenportal „DerWesten“. „Im Augenblick wird bei verschiedenen Sendern an Konzepten gearbeitet.“ Die ARD sei mit Gottschalk „im Gespräch für Abendsendungen“. Nähere Angaben machte sie nicht. Vor gut vier Wochen hatte Piel in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ gesagt: „Wir reden mit ihm über konkrete Pläne. Er soll wieder auf die Samstagabendbühne“.

Gottschalk hatte nach seinem Ausstieg bei „Wetten, dass..?“ Ende Dezember 2011 in der ARD zunächst eine Vorabendshow moderiert, die im Juni wegen miserabler Einschaltquoten eingestellt werden musste. Danach wurde er Juror in der RTL-Show „Das Supertalent“. Ob er diesen Job im kommenden Jahr weitermacht, ist noch offen.

„DerWesten“ interviewte die WDR-Intendantin Piel (61) zum Ende ihrer zweijährigen Amtszeit als ARD-Intendantin am 31. Dezember. Piel verteidigte den Umfang der ARD-Talkschiene. „Die ARD hat kein Problem mit fünf Talkshows, weil die Zuschauer keins damit haben.“ Dass „Beckmann“ nicht so viele Zuschauer habe, liege nicht an seiner Qualität, sondern an dem Sendeplatz. Reinhold Beckmann konkurriert seit seinem Wechsel vom Montag- auf den Donnerstagabend mit „Maybrit Illner“ im ZDF.

Auf die Frage, ob „Beckmann“ wegen der im Jahresschnitt schwächsten Quote von allen fünf ARD-Talkshows gehen müsste, sagte Piel: „Wir reden im Frühjahr darüber. Fast alle Verträge mit den Moderatoren laufen bis zum Ende nächsten Jahres. Das wäre für die Moderatoren nicht zumutbar, wenn sie jetzt schon wüssten, dass sie Ende nächsten Jahres aufhören müssten.“ Außerdem müsse man neben der Quote noch die Qualität im Auge behalten. „Und ich finde, Herr Beckmann macht wirklich gute Talkshows. Er hat sich inhaltlich gesteigert.“

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich gebe den Fernsehsendern noch mehr Schuld an unserer miserablen Lage als den Politikern. Denn sie haben den Auftrag ehrliche Berichterstattungen abzuliefern - tun sie aber nicht. Politiker sind von Lobbysiten unterwandert und Rundfunkräte sind von Politikern unterwandert. Fertig ist die Schein-Demokratie, al Leben erhalten durch das Propaganda-Fernsehen.

  • Das Polit-Theater ist in Deutschland eine reine "Unterhaltungs-Fassade". Die Politiker halten den Deutschen den Hintern hin und raus klackert nur Mist.

    Die regierungstreue Theater-"System-Presse" ist zur Verteilung der täglichen Schei..e verantwortlich und natürlich auch das zwangs-bezahlte GEZ-TV lebt prächtig vom Verteilen und der Erzeugung von Müll und Verdummung.

    Klickt mal stern.de spiegel.de focus.de welt.de hintereinander durch - was da für ein immer gleicher Propaganda-Müll drinsteht. Und alle Artikel und Überschriften (DPA Vorgaben) überall vorhanden.

    Da wird einem nur noch schlecht beim Lesen.

  • Dekadenz und "geistiges Vacuum" sind das Leit-Symbol der Sendungen vom zwangs-bezahlten GEZ-TV.

    Die tausenden Intendanten, Promies und alles was im main-stream mitschwimmt "sahnt ab" auf Kosten der zwanggeschröpften Deutschen, die solche Kanäle schon lange wegschalten am Fernseher.

    Aber auch das keiner zuschaut interessiert die Intendanten nicht - sie wollen ja nur stein-reich werden. Das ist der ganze Sinn der täglich hohlen Sendungen bei GEZ-TV.

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