Armin Mueller-Stahl
Das Multitalent feiert 80. Geburtstag

Aushängeschild des DDR-Films, Karriere in Hollywood, Buchautor, Komponist und Maler: Armin Mueller-Stahl, ein Grand Seignieur unter den deutschen Schauspielern ist ein Mulittalent. Heute wird der Mann, der den Schriftsteller Thomas Mann so authentisch spielte, dass ihn manche Leute mit „Herr Mann“ ansprechen, 80 Jahre.
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HB BERLIN. Bis heute halten ihn die Leute auf der Straße gelegentlich für Thomas Mann: Armin Mueller-Stahl spielte den hanseatisch unterkühlten Schriftsteller in Heinrich Breloers Fernseh-Dreiteiler „Die Manns“ 2001 so dicht und authentisch, dass der Darsteller unverbrüchlich mit der Figur verbunden bleibt. Dabei war er einst wegen „mangelnder Begabung“ von der Schauspielschule geflogen.

Zu seinem heutigen 80. Geburtstag wird Mueller-Stahl als einer der ganz wenigen deutschen Schauspieler gefeiert, der auch international große Erfolge hatte. Für die Rolle des fordernden Vaters von Pianist David Helfgott in dem Musikerdrama „Shine“ wurde er 1997 mit einer Oscar-Nominierung geehrt. Bei der Berlinale 2011 vom 10. bis 20. Februar erhält er den Goldenen Ehrenbären der 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Die Berlinale freue sich, diesem außergewöhnlichen Künstler im Februar die Auszeichnung für sein Lebenswerk zu überreichen, teilte Festivaldirektor Dieter Kosslick am Freitag mit. Mueller-Stahl sei einer der großen deutschen Stars mit Weltruhm.

Zugleich steht er wie kaum ein anderer für die Geschichte der deutschen Teilung: Einst der beliebteste und bestbezahlte Schauspieler der DDR, musste er mit 50 im Westen eine neue Karriere beginnen.

„Inzwischen bin ich ein Maler, der auch schauspielert und nicht mehr ein Schauspieler, der auch malt“, sagt er. Um seine Bilder und Zeichnungen reißen sich inzwischen die Museen, obwohl er lange vor öffentlichen Ausstellungen zurückschreckte.

Daneben ist er mit Büchern wie „Verordneter Sonntag“, „Drehtage“ und “Kettenkarussell“ auch als Autor erfolgreich. Und gerade brachte er mit dem Filmkomponisten Günther Fischer seine erste CD mit selbst komponierten Liedern heraus. „Im Nachhinein würde ich in meinem Leben einiges anders machen“, gesteht er. „Da stünde die Musik an erster Stelle, dann käme das Malen, das Schreiben - und am Schluss erst die Schauspielerei.“

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