Art Basel 2014
Bewährungsprobe für junge Kunst

Die kommende Kunstmesse Art Basel steht im Zeichen eines Generationswechsels. Das signalisiert der Umzug der jüngeren Galerien in die Haupthalle. Auch aus Berlin kommen mehr Nachwuchsgaleristen.
  • 0

BerlinDie Art Basel hat ihre Teilnehmerliste bekannt gegeben. 285 Galerien werden vom 19. bis 22. Juni 2014 Basel wieder zum wichtigsten Schaufenster für Kunst von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart machen. Die Änderungen von einer Ausgabe zur nächsten sind in der Regel subtil, aber vielsagend. So wird in diesem Jahr die Sektion "Statements", in der sich jüngere Galerien bewähren können, aufgewertet, indem sie in die Haupthalle zieht.

In der „Feature“ genannten Abteilung für Einzelpräsentationen fällt auf, dass fast ausschließlich Bewerbungen mit historischen Positionen berücksichtigt wurden; ein Format, mit dem die Artissima in Turin in den vergangenen Jahren Renommee gewonnen hat. So hat es Klaus Gerrit Friese aus Stuttgart nach 27 Jahren erstmals wieder mit einer Soloshow von Willi Baumeister auf die Messe geschafft. Der Chinese Ji Dachun (Aye Gallery, Peking), der zurzeit eine Ausstellung im Ullens Center UCCA hat, ist seit den 1990er-Jahren aktiv, was in China schon mehrere Künstlergenerationen zurückliegt. Boers Li, eine Pekinger Galerie mit eher sperrigen Positionen, muss dieses Jahr aussetzen.

Die größten Verschiebungen zeigen sich bei den Berliner Galerien. Hier wird offensichtlich einem Generationswechsel Rechnung getragen. Joanna Kamm hat sich nicht beworben, Aurel Scheibler, Gebrüder Lehmann und Nature Morte (Berlin und Neu Delhi) mussten weichen; dafür sind KOW, Kraupa-Tuskany Zeidler, Société, Supportico Lopez erstmals vertreten.

Ebenfalls nicht mehr dabei: Benzacar, Jacques de la Béraudière, Nelson Freeman und Sage aus Paris, Raucci Santamaria (Neapel), Stephen Daiter (Chicago), Joan Prats (Barcelona) und New Art Centre (Salisbury).

Kommentare zu " Art Basel 2014: Bewährungsprobe für junge Kunst"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%