Art Cologne
Letzte Vorbereitungen für die Mutter aller Messen

Die Art Cologne erwartet nicht nur lokales Schaupublikum. Sie setzt auf leidenschaftliche Sammler, auch aus Übersee. Etablierte Galerien schwerpunktmäßig aus dem deutschsprachigen Raum breiten Moderne und Nachkriegskunst aus. Im Bereich der zeitgenössischen Kunst ist das Angebot internationaler.
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KölnIn zehn Tagen ist es soweit. Dann geht die Art Cologne, Mutter aller Kunstmessen, wieder an den Start (16. bis 19. April 2015). Da sie sich in den letzten Jahren kontinuierlich an die Spitze gearbeitet hat und ihr zumindest in Deutschland keine zweite Messe dieses Kalibers Konkurrenz macht, sind die Erwartungen auch an diese 49. Ausgabe wieder hoch. Das spiegelt nicht zuletzt auch der international besetzte „ArtCongressCologne“ vom 17. April, der auch potente Sammlerpersönlichkeiten u.a. aus China, Afrika und den Golfstaaten mit ihren Vorlieben und Einschätzungen zu Wort kommen lässt (Vgl. Handelsblatt-App „Live“ vom 31. März 2015 http//apps.handelsblatt.com/live-app/).

Ordnung auf drei Ebenen

Messechef Daniel Hug hat weiter an seiner Messe gefeilt, die in diesem Jahr mit 209 Galerien aufwartet, 13 weniger als im letzten Jahr. Beworben hatten sich über 700. Ausgestellt wird erstmals auf drei Hallenebenen. Das erleichtert dem Besucher die Orientierung, weil die Schwerpunkte klarer ersichtlich werden.

Nur Halle 11.2 wird vollständig, und zwar mit zeitgenössischer Kunst bespielt, die beiden anderen Hallen ober- und unterhalb nur halb: 11.1 nimmt die gegenüber dem Vorjahr etwa gleich gebliebene Zahl der Händler für Klassische Moderne und Nachkriegskunst auf. In Halle 11.3 finden sich die jungen Galerien („New Contemporaries“) sowie jene Galerien, die sich mit den jungen Kollegen der New Art Dealers Alliance (NADA) einen Stand teilen, um eine gemeinsam kuratierte Ausstellung eines jungen Künstlers oder ein aufeinander abgestimmtes Programm zu zeigen („Collaborations“).

Der im letzten Jahr gestartete Sektor Collaborations – in diesem Jahr mit 32 Teilnehmern - ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der NADA. Mit dem gemeinsam von der Art Cologne und der New Art Dealers Alliance organisierten Bereich gelingt es Daniel Hug, auch Teilnehmer einzubinden, die sich entweder eine reguläre Teilnahme aus Kostengründen überlegen müssten oder sich die Messe mit weniger etablierten Künstlern und Kunstrichtungen leisten wollen.

Außerdem ist in Halle 11.3 auch die schon 2014 eingeführte kuratierte Sektion Film („Film Cologne“) angesiedelt. Ihr Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Film- und Video-Arbeiten von Künstlern, die in Flandern und Brüssel leben.

Service mit Onlineportal „Artsy“

Eine bemerkenswerte Neuerung ist die Kooperation mit dem kostenfreien Online-Kunstportal „Artsy.net“, das auch als iPhone-App zur Verfügung steht. Bereits ab dem 9. April können Kunstliebhaber das Angebot vorab begutachten, Galerien kontaktieren, mögliche Käufe anfragen und viele Informationen zu einzelnen Kunstwerken abrufen. Während der Messe soll die Artsy-Microsite täglich aktualisiert werden.

Flagge zeigen mit Soloausstellungen

Nennenswert ist die Zahl der Galerien, die das Wagnis einer Soloschau eingehen. Beispiele liefern u.a. 1301PE (Los Angeles) mit der dänischen Künstlergruppe „Superflex“, Duve (Berlin) mit den abstrakten Collagen von Jens Einhorn und Ellis King (Dublin) mit dem angesagten britisch-iranischen Künstler Kour Pour, der auf einen antiken Motivfundus zurückgreift und mit Leinwänden Aufsehen erregte, die an persische Teppiche erinnern. Hollybusch Gardens (London) setzt auf eine Pionierin der Black-Art-Bewegung, die aus Tansania stammende Lubaina Himi

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Nachschub von Baselitz

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