Art Karlsruhe
Ein künstlerisches Erfolgsmodell

Die 10. „Art Karlsruhe“ setzt auf steigende Qualität des Angebots für jeden Sammlertyp.
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KarlsruheDie zehnte Ausgabe der Art Karlsruhe (bis 10.3.) schmückt zum Jubiläum das Motto: „Mit Leidenschaft für die Kunst“. Das klingt selbstbewusst, aber auch etwas betulich und trifft die Eigenart dieser Messe tatsächlich auf den Punkt. Denn nach wie vor steht die Art Karlsruhe im Ruf, kein Ort der heißesten Trends zu sein. Kritische Stimmen monierten in den vergangenen Jahren häufig die allzu bunte, ja krude Mischung der Messe und ihren Hang zur Gebrauchskunst. Doch die Qualität des Angebots ist stetig gewachsen, und heute spricht Karlsruhe gezielt die Sammler an, die auf Solides setzen oder als Einsteiger nicht gleich Millionenbeträge ausgeben wollen. Gerade in Baden-Württemberg gibt es viele Sammler, die beharrlich, aber unauffällig sammeln und durchaus bereit sind, für Werke der Klassischen Moderne stolze Summen zu bezahlen.

Bei einer Zahl von 220 Galerien aus 13 Ländern auf 35 000 Quadratmetern ist im Vergleich zu den 222 Galerien der neunten Ausgabe quantitativ im Jubiläumsjahr ein leichter Rückgang zu verzeichnen, der aber gewollt ist.
Unter den Galeristen gibt es zahlreiche „Wiederholungstäter“, die der Messe seit Jahren die Treue halten, wie etwa die Dresdener Galerie Döbele, die zum siebten Mal vertreten ist und Klassiker wie Gerhard Altenbourg (3 500 bis 30 000 Euro) und Erich Heckel (32 000 bis 140 000 Euro) anbietet, aber auch Zeitgenossen wie Lutz Beidorn (4 000 bis 4 900 Euro) und Tanja Pohl (1 400 bis 2 900 Euro). Hedwig Döbele schätzt die großzügigen Tageslichthallen und die Atmosphäre: „Für mich ist Karlsruhe die sympathischste Messe.“

Zum dritten Mal ist die Hamburger Galerie Krümmer Fine Arts in Karlsruhe und zeigt unter dem Motto „Frauen der Moderne“ einen hinreißend expressiven Frauenakt von Dorothea Maetzel-Johannsen (135 000 Euro) und einen kess hingefetzten Frauenkopf auf leuchtend grünem Grund von Sigmar Polke (100 000 Euro).

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