Arte Fiera Art First: Die alte Dame schrumpft

Arte Fiera Art First
Die alte Dame schrumpft

Viele wichtige Galerien bleiben der größten und wichtigsten Kunstmesse Italiens fern. Die Plattform für moderne und zeitgenössische Kunst geht Ende Januar mit 50 Ausstellern weniger an den Start.
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RomIn Italien nennt sie man sie die alte Dame, die Bologneser Messe für moderne und zeitgenössischen Kunst Arte Fiera. Tatsächlich ist Arte Fiera Art First die älteste der italienischen Messen und galt auch lange Zeit als die größte und wichtigste. Nun aber schrumpft sie zusehends und droht an Bedeutung zu verlieren. In diesem Jahr werden vom 27. bis 30. Januar nur mehr 150 Galerien erwartet, 50 weniger als im vergangenen Jahr.

Vor allem die Teilnehmerzahl aus dem Ausland geht zurück. Dies macht sich besonders in der deutschen Fraktion bemerkbar, die auf nun fünf Galerien im Hauptbereich gesunken ist. Den harten Kern bilden die Bologna treu gebliebenen Dorothea van der Koelen (Mainz-Venedig), die Düsseldorfer Galerien Beck & Eggeling und Rüdiger Voss, die Stuttgarter Galerie Hollenbach und Appel aus Frankfurt.

Noch drastischer ist der Rückgang im Bereich der Förderkojen der jungen Galerien, in dem einst viele Berliner Galeristen anzutreffen waren. Nun ist nur noch Mario Mazzoli mit von der Partie, der in Berlin seine Wahlheimat gefunden hat. Schmerzlich dürfte für die Messe auch das Fernbleiben von Guy Bärtschi (Genf) sein, einer der renommiertesten internationalen Galeristen, der Bologna in den letzten Jahren noch die Treue hielt.

Nach wie vor rege bleibt hingegen die Teilnahme aus Frankreich. Aus Paris reisen unter anderem wieder Jérôme de Noirmont, Di Meo, Lelong und Pièce Unique an. Aus London gibt sich Ben Brown wieder die Ehre. Die italienischen Galerien stehen zweifelsohne ihren ausländischen Kollegen in nichts nach. Nur ist eine Veranstaltung, auf der ein breites internationales Spektrum gezeigt wird, nun einmal spannender als eine Messe, die mehr und mehr zum Heimspiel zu werden droht.

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