Artissima
Keine Experimente

Die Turiner Kunstmesse Artissima wächst, probiert jedoch nichts Neues aus. In diesem Jahr begeht die betont international orientierte Plattform für zeitgenössische Kunst ihr 20-jähriges Bestehen.
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TurinItaliens bedeutendste Drehscheibe für den Verkauf von zeitgenössischer Kunst, die Turiner Messe Artissima, begeht ihr 20-jähriges Bestehen. Sie hat allen Grund zu feiern. Laut der New Yorker Skate´s Kunstmarktstudie gehört die Turiner Veranstaltung zu den bedeutendsten Messen weltweit. Das ist auch ein Verdienst der Triestiner Kuratorin Sarah Cosulich Canarutto, die 2012 die Leitung übernahm. Die Jubiläumsausgabe scheint Cosulich, Jahrgang 1974, jedoch eher mit alten Rezepten als mit neuen Vorstößen anzugehen.

60 Prozent ausländische Teilnehmer

Die Artissima 2013 präsentiert sich nach altbewährtem Muster. Wer bahnbrechende Umwälzungen erwartet, wird enttäuscht sein. Die Messe wächst jedoch. 190 Galeristen, 18 mehr als im Vorjahr, reisen an. Auch darf sie sich weiterhin die internationalste der italienischen Messen nennen. Denn 60 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland.

Die Einteilung in vier Bereiche bleibt bestehen. Im Hauptbereich sind 108 Händler angesiedelt und im Sektor der jungen Galerien (New Entries) 27 Neuaussteller. Er ist wieder gut bestückt. Großer Beliebtheit erfreuen sich zusehends die beiden Sektionen, die Raum für Soloschauen bieten: „Back to the Future“ für in Vergessenheit geratene Klassikern der 1960er- bis 1980er-Jahre und „Present Future“ für vielversprechende Nachwuchskünstler.

„Mutter des Fluxus“

30 Galerien haben sich die Kojen in der Abteilung „Back to the Future“ gesichert. Fünf von ihnen kommen aus Berlin: Galerie 401, Lüttgenmeyer, Aaanant & Zoo, Exile und Thomas Fischer. Von den deutschen Teilnehmern zeigt jedoch nur eine, die Galerie 401, eine deutsche Künstlerin, Mary Bauermeister, auch genannt „Mutter des Fluxus“. Erstaunlich gut vertreten ist die konzeptuelle Kunst mit Namen wie Ger van Elk, Channa Horwitz und Brian O`Doherty. Die Galerie Exile dagegen vertritt mit den Arbeiten von Kazuko Miyamoto eine unter Frauen eher seltene minimalistische Position der Minimal Art.

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