Asiatika: Fonds kaufen alte Kunst aus China

Asiatika
Fonds kaufen alte Kunst aus China

Jahrtausendealte Bronzen katapultieren Christie?s Auktionsergebnis für asiatische Kunst nach oben. Der Marktführer hat 71 Mio. Dollar in der Asia Week umgesetzt. Auch Fonds bieten mit. Sie können auf eine satte Renditen verweisen.
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NEW YORK. Wir könnten ohne weiteres noch mehr mandarinsprachige Mitarbeiter für Telefongebote einstellen. Mit jeder Auktion steigt der Prozentsatz von neuen Sammlern aus der VR China. Kunst ist für sie eine hervorragende Investitionsmöglichkeit mit schneller Wertsteigerung", so Sotheby?s Abteilungsleiterin Caroline Schulten.

Wieder setzten Christie?s und Sotheby?s in der New Yorker Asiatikawoche (14. bis 17.9.) fast alles auf die Karte China, und die enttäuschte nicht.

Der Reichtum der zweitgrößten Volkswirtschaft trug allein 55,5 Mio. Dollar zu Christie?s Gesamtergebnis von 70,75 Mio. Dollar bei (Taxe 46 bis 65 Mio.).

Das ist das höchste Ergebnis für Chinesisches und zweithöchstes Asiatika-Gesamtergebnis in New York für Marktführer Christie?s. Etwas mehr - 80,07 Mio. Dollar - gab es nur im März 2008. Aber da hatte eine wichtige japanische Buddhafigur aus der Kamakura-Periode allein für 14,4 Mio. Dollar gesorgt.

Auch der ewige Zweite, Sotheby?s, übertraf in dieser Saison das Märzresultat (14,4 Mio. Dollar) mit einem deutlich schmäleren Angebot an chinesischer Ware auf gut 20 Mio. Dollar. Insgesamt addierten sich Sotheby?s Auktionen von chinesischer und südasiatischer Kunst auf die erwarteten 27,6 Mio. Dollar.

Chinesisch-amerikanische Familien verkaufen jetzt

Gefragt sind Provenienz und die können alte amerikanische oder europäische Sammlungen bieten. Gerade jetzt, so Elizabeth Hammer von Christie?s, trennten sich prominente chinesisch-amerikanische Familien, die nach der Kulturrevolution mit ihrer Sammlung in den Westen flohen, von ihrem Besitz. Und Händler aus China, Hongkong und Singapur bis Taiwan räumen ab.

Inzwischen legen Bieter auch durch Onlinegebote selbst Hand an. Auf diesem neuen Weg vermittelte Christie?s das teuerste Los der Woche, ein Bronzegefäß vom Typ "Fangyi" (späte Shang-Dynastie, 12./11. Jh. v. Chr.) mit Provenienz Anthony Hardy zu 3,3 (1,2-1,8) Mio. Dollar in eine amerikanische Sammlung.

"Chinesen suchen immer nach neuen, noch unterbewerteten Gebieten", sagt Schulten, und schlügen dabei unerwartete Haken. Die Nachfrage nach der im März noch hitzig verfolgten Jade, die jetzt in noch größerer Auswahl bereitstand, ist überraschend abgekühlt. Aber Möbel, Gemälde, Snuff Bottles und Bronzen wurden eifrig von asiatischen Händlern beboten. Gerade Snuff Bottles und frühe Bronzen waren bislang ein traditionell westliches und taiwanisches Sammelgebiet.

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