Asterix in Italien
Wie Obelix die Römer ärgert

Was passiert im neuen Asterix-Band? Obelix hebt Statuen wie Hinkelsteine an, bewundert einen schiefen Turm und pfropft einen Hinkelstein auf einen Vulkan. Natürlich fehlen auch die Wildschweine nicht - und Cäsar.
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ParisEigentlich hätte Autor Jean-Yves Ferri den neuen „Asterix in Italien“ gerne nach Obelix benannt. Denn obwohl Asterix sonst der schlaue Anführer ist und Obelix der Starke, der die Schläge austeilt, wollte Ferri diesmal Obelix mehr Platz geben. Dabei herausgekommen ist im 37. Band, dem dritten von Ferri und Zeichner Didier Conrad, ein Obelix, der sich emanzipiert.

„Alle lieben Obelix und ich ganz besonders“, betonte Ferri. Bisher waren die Gallier nur in Rom, diesmal erkunden sie ganz Italien. Gelegenheit gibt ihnen dazu ein Wagenrennen für Römer, Gallier, Etrusker, Kelten und andere von Norditalien bis Neapel. Viele Völker aus alten Bänden tauchen dabei auf.

Organisiert wird die Rallye durch Italien von Senator Lactus Bifidus, zuständig für das römische Verkehrswesen. Der will damit davon ablenken, dass er Gelder veruntreut hat und zu faul zum Arbeiten ist. Seine Spezialität sind stattdessen Orgien. Und natürlich hat Cäsar befohlen, dass ein Römer gewinnen soll, um den Zusammenhalt aller Völker der italienischen Halbinsel zu fördern.

Doch dabei hat er nicht mit Obelix gerechnet. Der nimmt auf dem Rennwagen der Gallier diesmal das Zügel in die Hand und fragt: „Warum muss Asterix immer die Hauptrolle spielen?“ Das Fahrzeug ist schnell besorgt, die Pferde „leihen“ sie sich von den Römern.

Eine Wahrsagerin hatte Obelix einen Triumph versprochen und er freut sich: „In Italien wird es wieder lustig, nicht wahr Asterix? Da gibt es jede Menge Römer !“ Im Laufe des Bandes tauchen die Prinzessinnen mit den originellen Namen Etepetete und Rakete aus dem Orient auf. Die Römer werden vertreten durch den Wagenlenker Caligarius, der eine Maske trägt, und seinen Kollegen Bleifus. Alle kämpfen sich über die Straßen mit Schlaglöchern, dabei teilt Obelix den einen oder anderen Schlag aus.

Ab und an verirren sich die Gallier, so auch nach Venedig, und wundern sich dort über die Gondeln. Der Römer fährt keinen „Kuschelkurs“ beklagt sich Obelix, weil es zu vielen Unfällen der Konkurrenten kommt. Auf dem Weg hebt Obelix Statuen in Florenz wie Hinkelsteine an, bewundert den schiefen Turm von Pisa und pfropft dem Vesuv einen Hinkelstein auf.

Der starke Held bewältigt überdies den Feierabendverkehr in Rom und verspeist auch das eine oder andere Wildschwein. Es geht um Bestechung und Mogelei, und überraschend taucht zum Schluss auch wieder Cäsar auf. Lactus Bifidus muss vor den Galliern fliehen, seine Frau Mozzarella ist ganz empört und ruft: „Wo läufst du hin? Die Orgie wird kalt.“ Schließlich gelangen die Gallier in Neapel ans Ziel.

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In der Tradition von Uderzo

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