Auktionen bei Christie's: Frische Ware aus gediegener Sammlung

Auktionen bei Christie's
Frische Ware aus gediegener Sammlung

Der Nachlass des Unternehmers Wald besteht aus insgesamt 87 Werke, die im Februar bei Christie's unter den Hammer kommen. Ungewöhnlich: Der Erlös der Spitzenstücke kommt einem wohltätigen Zweck zugute.
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LondonEinen ersten Höhepunkt des jungen Kunstjahrs verspricht die Versteigerung der Sammlung von Hubertus Wald bei Christie’s. Bei den Londoner Auktionen kommen im Februar insgesamt 87 Werke aus dem Nachlass des Sammlers unter den Hammer. Der Hamburger, der in den fünfziger Jahren als Kinounternehmer zu Geld kam und dann ins Immobiliengeschäft wechselte, starb 2005 im Alter von 92 Jahren. Nach dem Tod seiner Witwe wird die Kunstsammlung nun zugunsten der Hubertus-Wald-Stiftung versteigert. Ihr Schätzwert liegt bei 13 bis 20 Millionen Pfund. Der Erlös der Auktion soll den vielfältigen Kultur- und Wohltätigkeitseinrichtungen zugute kommen, die Wald und seine Frau unterstützten.

Der Reiz dieser Sammlung liegt nicht zuletzt in ihrem Alter. Sie reflektiert in ihren Spitzenstücken den edelsten Kunstgeschmack der 1970er-Jahre – oder, wie Christie’s Experte Olivier Camu es beschreibt - „sie vereint wichtige Beispiele für zahlreiche Avantgarden des 20. Jahrhunderts: Fauvismus, Kubismus, Orphismus, Dadaismus bis hin zu Informel“.

Da Wald als Sammler noch viel weitergehende Interessen verfolgte, wird die Sammlung nicht als Angebot aus einem Guss versteigert, sondern auf verschiedene Auktionen von antiker bis hin zu zeitgenössischer Kunst verteilt. „Kunst ist Lebenselixier“, war die Maxime des Sohns eines Kunstmalers. Er besaß ein Marienbild des Quattrocento-Meisters Pietro di Giovanni d'Ambrogio, sammelte Druckgrafik und Antiken, besaß aber auch inzwischen klassisch gewordene Zeitgenossen wie Cy Twombly, Georg Baselitz und Yves Klein.

Die Spitzenobjekte der Londoner Abendauktionen dürften dennoch in die aufregende Kategorie „neue Kunst aus alten Sammlungen“ gehören. Immer, wenn in den letzten Jahren Konvolute der ersten Nachkriegsgeneration mit marktfrischem Material, das unverbraucht von Spekulation und schnellen Wiederverkäufen war, in die Auktionshäuser kam, überstürzten sich die Preise. Das war zu beobachten bei der Sammlung Lenz mit Zero Art, bei der Kunst der sechziger Jahre der Sammlung Graf Dürckheim oder bei der anonymen „Looking Closer“-Auktion eines Genfer Sammlers, die vor einem Jahr bei Sotheby’s ihre Schätzung von 40 Millionen Pfund auf 93 Millionen Pfund mehr als verdoppelte.

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Robert Deluany das Spitzenlos

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